Black Friday: PokerStars zahlt über 100 Millionen, Tony G meckert über Full Tilt und Doyle wirft das Handtuch

Die Nachwirkungen des Black Friday sind immer noch zu spüren. Und da eine Regulierung des Pokermarktes noch in weiter Ferne ist, wird auch noch einige Zeit vergehen, bis man endlich Bilanz ziehen kann. Der Markt ist auf jeden Fall in Bewegung und die Meldungen reißen nicht ab.

Gestern gab PokerStars bekannt, dass sie nun mehr als $100.000.000 an US-Spieler ausgezahlt haben. Genau zum richtigen Zeitpunkt, startet die World Series of Poker doch schon in wenigen Wochen und viele der Pros sind auf ihre virtuelle Bankroll angewiesen.

Durch den Shutdown am 15. April gab es nämlich zunächst kein Geld für die Amerikaner und Panik machte sich bei den US-Pros breit. PokerStars handelte jedoch schon bis zum 20. April mit der Staatsanwaltschaft einen Deal aus, dass alle Spieler auscashen durften. Der erste große Andrang scheint nun abgearbeitet und PokerStars gab per Presseschreiben bekannt, dass auch weiterhin Auszahlungen getätigt werden können.

Ähnliches wünschen sich wohl auch Kunden bei Full Tilt, denn dort scheint es nicht ganz so rund zu laufen und der Poker Room steht noch in Verhandlung mit der Staatsanwaltschaft. Tony G wurde zu diesem Thema bei Poker Edge eingeladen und diskutierte mit den Gastgebern Andrew Feldman und Gary Wise, mögliche Auswirkungen auf die bevorstehende WSOP. „Sollte Full Tilt bis zur WSOP ihre Spieler nicht ausgezahlt haben, wäre das sehr schlecht“, so Tony im Interview. Die gesamte Sendung könnt ihr auf ESPN anhören.

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Dass nicht nur die Spieler Konsequenzen zu tragen haben, zeigten ja die diversen Festnahmen und Razzien in den Führungsebenen. Aus diesem Grund hat nun auch Doyle Brunson die Reißleine gezogen und steigt offiziell bei Doylesroom aus.

Widerstrebend habe ich beschlossen meinen Vertrag mit Doylesroom.com aufzulößen. Es schmerzt mich, in dieser Zeit gehen zu müssen. Ich habe die Hoffnung wieder in das Online Poker Geschäft einzusteigen, sobald die US-Regierung ein Gesetz verabschiedet hat, welches Online Poker Seiten legalisiert.

Das Management von Doylesroom hat beschlossen, weiterhin US-Kunden zu bedienen. Obwohl sie noch einige Zeit das Recht auf dem Namen Doylesroom, meinen Namen und mein Konterfeit haben, bat ich sie darum dies nicht zu tun.

Viel Glück, Shuffle up an deal.

Da das Poker-Urgestein vor Kurzem auch seinen langsamen Rückzug vom Live Turnierpoker bekannte gegeben hat, würde dies die Rente für den Texaner bedeuten. Da Brunson jedoch bestimmt nicht seinen Job an den Nagel hängen wird, können wir hoffen, dass er nun vielleicht doch ein paar zusätzliche Evenst bei der WSOP spielen wird.

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