Robl kritisiert Ivey: Seine Aktion war „ausschließlich egoistisch“

Auch wenn Phil Ivey nicht spielt, ist er das Thema bei der World Series of Poker. Nach seiner Boykottankündigung war ein aller Munde und von den Railbirds, über die Dealer bis hin zu den Floormen spekulierte jeder, was den nun passieren würde. Natürlich lassen es sich auch die Poker-Pros nicht nehmen und geben ihren Senf dazu.

Der immer redselige Daniel Negreanu meldete sich bereits mehrfach zu Wort und ist ein großer Befürworter von Iveys Aktion. „Ich bewundere das er bereit ist sowas wie die WSOP aufzugeben und ich weiß, dass sie so wichtig für ihn ist.“ so der Kanadier. ‚Kid Poker‘ behauptet des weiteren, dass er ähnlich handeln würde: „Ich könnte [auch] nicht mit einem Patch von einer Firma, welche die Leute an die Rails verbannt, durch diese Flure laufen.

Kritiker gab es bisher fast nur aus der Community, sowie einigen Poker-Bloggern, die Ivey vorwerfen, seine eigene Haut retten zu wollen. Ähnliche Vermutungen hat nun auch Andrew Robl in seinem Blog geäußert.

Normalerweise zögere ich Kommentare abzugeben, wenn es um Gerüchte einen Spieler oder einer Firma betreffend geht, da ich um jeden Preis verhindern will, dass es ein Drama gibt. Aber da ich eine große Summe bei Full Tilt liegen habe und weil ich viel mehr Informationen zu dieser Sache habe, als die Allgemeinheit, fühle ich mich verantwortlich dies zu kommentieren.

Phil Ives Äußerung war ausschließlich egoistisch. Er versucht seinen eigenen Arsch zu retten, um sich von Full Tilts aktueller rechtlicher Situation bzw. dem Nichtauszahlen der Spieler zu distanzieren. Phil Ivey ist einer der Hauptanteilseigner von Full Tilt und hat von deren Geschäften wie kaum ein anderer profitiert. Wenn er sich wirklich um die Spieler sorgt, dann hätte er vorgeschlagen jeden Cent von den Millionen, die er durch Full Tilt Verdient hat, zurückzugeben, um die Spieler auszuzahlen. So wie es Tom Dwan vorgeschlagen hat, der keiner der Eigner ist.

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Stattdessen gibt er ein öffentliches Kommentar ab, dass das Ansehen von Full Tilt und der Marke in einem kritischen Augenblick drastisch schadet. Full Tilt sucht ein(e) Überbrückungsdarlehn / Investition, um alle Spielerfonds zu decken. Phil Iveys Äußerung hat die Erfolgschancen deutlich geschmälert.

[…]

Zudem hat [Full][Tilt] deutlich mehr Besitzer, die sehr schnell ausgezahlt wurden (*hust* Phil Ivey *hust*), sodass sie ein deutlich geringeres [Finanz-] Polster hatten. Trotz allem [..] bleibe ich optimistisch, dass US-Spieler ausgezahlt werden.

Am Ende seines Blogs fügte Robl noch einen Disclaimer hin, der besagt seine Aussagen traf er durch begrenztes Wissen und das Ivey ja durchaus recht haben kann. In einem Edit fügte er noch hinzu, dass er auch nicht glaubt, Ivey hätte was Unrechtmäßiges getan, nur dass er eben glaubt, die Chancen auf eine schnelle Auszahlung sind durch Iveys Kommentar gesunken.

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