Schweiz: Casino Davos weiter rückläufig

Laut einem Bericht von Südostschweiz.ch verzeichnet die Spielbank in Davos für das Jahr 2010 einen Verlust von knapp 100.000 Franken. Das Alpencasino schreibt damit schon das vierte Jahr in Folge rote Zahlen. Angeblich seien aufgrund der starken schweizer Währung die ausländischen Gäste weggeblieben, wie der Verwaltungsratspräsident Friedrich Dietsche vermutet.

Ein anderer Grund liegt anscheinend aber auch bei der Spielbankkommission in Bern. Diese verfolge nach Ansicht von Dietsche eine völlige Überregulierung der schweizer Casinolandschaft. Daraus resultiert, dass im Sommer genauso viel Personal anwesend sein muss wie im Winter. Und das obwohl im das Casino in Davos im Sommer fast keine Einnahmen generiert, während im Winter zehnmal so viel Gäste dort hinkommen. Dietsche blickt trotz dieser Misere optimistisch in die Zukunft: „ Die Casino Davos AG gibt es auch noch im nächsten Winter. Wir hoffen weiterhin, dass sich der Umsatz steigern lässt, obwohl das laufende Jahr nicht rosig begonnen hat!“

Besser hingegen läuft es beim Casino St. Moritz: Gemäß dem Jahresbericht der Eidgenössischen Spielbankenkommission verzeichnete das Casino St. Moritz einen Jahresgewinn von 94 000 Franken, wobei im Vorjahr ein Gewinn von 463.000 Franken erwirtschaftet wurde. Spitzenreiter ist jedoch das Casino im Grand Ressort Bad Ragaz: Im letzten Geschäftsjahr verzeichnete man hier einen Gewinn von über 4,8 Millionen Franken. In der ganzen Schweiz fielen die Erträge der Casinos im vorangegangenen ingesamt um 7,2 Prozent, wobei sich die kumulierten Steuerabgaben auf rund 450 Millionen Franken beliefen.

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