Kalifornien will schnell sein Online Poker Gesetz verabschieden

Der Black Friday war ein großer Schock für die Poker Community, doch immerhin hat es zahlreiche Politiker angetrieben, den Pokermarkt zu regulieren. Nachdem nun zwei Gesetzesentwürfe zur landesweiten Regulation vorliegen, versuchen einige Staaten den Alleingang, um sich größere Anteile an den potentiellen Gewinnen zu sichern. So zum Beispiel Kalifornien.

Senator Lou Correa will den Bundesstaat an der Westküste schleunigst für den Online Poker Markt öffnen und hat diese Woche seine Senatskollegen dazu aufgefordert, rasch zu handeln. Correa befürchtet, dass die vor kurzem angekündigte ‚Rockefeller Internet Poker Bill‚ zügig durch den US-Kongress kommt. Damit würden US-Bundesstaaten, in denen Glücksspiel legal ist, gewaltig profitieren.

Hinter dem Entwurf von Senator Jay Rockefeller steht die American Gaming Association (AGA), ein Interessenverband der Glücksspielwirtschaft. Das Gesetz sieht vor, dass Steuerabgaben zwischen dem Staat in dem der Spieler ist, und dem Staat, in dem der Anbieter seine Lizenz hält, geteilt wird. Würde beispielsweise ein kalifornischer Spieler auf einer Pokerplattform aus Nevada spielen, würden Kalifornien und Nevada Steuergelder sehen. Die ‚Barton Bill‚ (HR 2366; The Online Poker Act of 2011) sieht ein ähnliches Konzept vor, welches ‚Lizenz Staaten‘ generell am Gewinn beteiligt, während Staaten, aus denen die Spieler kommen, nur kleine Anteile bekommen.

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Würde Kalifornien dagegen einen eigenen Markt haben, so würden komplett alle Steuergelder in den Staat am Pazifik wandern. Und da Kalifornien, wie so viele andere Staaten, in akuter Geldnot steckt, soll kein Dollar verschenkt werden. Der Gesetzesentwurf der Kalifornier trägt das Kürzel SB40 und steht schon länger zur Debatte.

Mit Sciplay, einem Jointventure von Playtech und Scientific Gaming Corporation, hat man sogar schon einen Partner an der Hand, der eine eigene Plattform stellt. Man erwartet in den ersten zehn Jahren Gewinne in Höhe von 1,4 Milliarden sowie rund 1.300 Arbeitsplätze, die entstehen würden.

Allerdings hat die SB40 noch kleinere Hürden zu bewältigen. So ist unter anderem die Altersverifikation von Kunden ein Streitthema für einige Politiker und auch bei der Suchtprävention gehen die Meinungen ebenfalls auseinander.

Zu guter Letzt muss man auch den Entwurf aus Washington DC nennen. Der Bundesdistrikt plant schon seit Anfang April, Lotto und Poker zu regulieren. Ähnlich wie das Gesetz der Kalifornier, soll hier jedoch nicht der landesweite Markt reguliert werden, sondern nur Washington DC.

Jedoch kommt der Entwurf nicht wirklich voran und ein ständiges Tauziehen zwischen den Fronten verschiebt die Deadline immer wieder nach hinten. Nach einem Treffen Ende Juni hieß es, dass bereits Anfang September ein Online Casino gestartet werden würde. Nun gibt es Meldungen von einer Verzögerung bis Oktober, vielleicht auch November oder gar „nächstes Jahr“.

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