Streit um 43 Millionen Jackpot

Es ist der Traum eines jeden Casinogängers. Der Spielautomat blinkt auf und es folgt die Meldung der Jackpot sei geknackt. So geschehen im März diesen Jahres im Casino Bregenz. Satte €42.949.672,86 versprach der Automat dem überglücklichen Behar Merlaku. Doch der Schweizer wurde schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Ein Mitarbeiter des Casinos kam und überprüfte die Chipkarte des Spielers. Mit einem kurzem „Leider kein Gewinn, das war ein Softwarefehler“ wurde Merlaku abgespeist. Der wollte es jedoch nicht wahrhaben und hat sich juristischen Beistand geholt.

Thomas Kerle, sein Anwalt, sieht die Sache auch völlig klar: „Meiner Meinung nach kommt durch das Spielen am Automaten ein Vertrag zwischen den Casinos Austria und dem Gast zustande. Daraus ergeben sich auch Pflichten, die beinhalten, dass der Automat ordnungsgemäß funktioniert“. „Auch auf den Anzeigetafeln in den Casinos war der Betrag ersichtlich. Ein Casinomitarbeiter hat einen Code in den Automaten eingetippt, die Anzeige gelöscht und ist mit der Chipkarte meines Mandanten verschwunden“ so der Rechtsbeistand in einem Interview.

Des weiteren gibt der Anwalt aus Innsbruck an: „Sollte es tatsächlich ein Softwarefehler gewesen sein, was erst zu beweisen ist, so müssen die Casinos dafür geradestehen.“ Nachdem Behar Merlaku Anzeige gegen unbekannt erstattet hat, wurde ihm im Casino Bregenz Hausverbot erteilt.

Das Casino sieht sich jedoch in keiner Verantwortung und äußerte sich schriftlich: „Dass es sich dabei um einen technischen Fehler in der Anzeige gehandelt hat. Es war auch für unseren Gast am Automaten selbst zweifelsfrei erkennbar, dass er nicht gewonnen hatte.“ Zudem kann der Austria Jackpot nie über zwei Millionen Euro liegen.


Quelle: Austria.com

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