Holland: Minister bringt Glücksspiel-Gesetzesentwurf

Die Niederlande könnten das nächste euopäische Land sein, das seine Pforten für einen Onlineglücksspiel-Markt öffnet.

Derzeit hält die Holland Casino Group noch das Monopol im holländischen Glücksspielmarkt. Der abgeordnete Justizminister Fred Teeven beabsichtigt nun jedoch, mehr Wettkampf im Land herbeizuführen, während auf der anderen Seite eine Glücksspiel-Regulierungsbehörde gegründet werden soll.

Mit diesem Schritt folgt man ähnlichen Initiativen in anderen europäischen Ländern wie Griechenland, Dänemark und Estland, wo die neue Gesetzgebung am 1. Januar in Kraft treten wird.

Der Versuch von Teeven, das bestehende System zu überarbeiten, könnte jedoch einige politische Hürden nehmen, denn die Oppositionsparteien drohen mit einer Blockade des Gesetzesentwurfs. Nach deren Ansicht unternehme Teeven zu wenig im Kampf gegen die Glücksspielsucht. Neben der christlichen Union hat sich auch die Partei der Sozialisten skeptisch gegenüber den Vorschlägen von Teeven geäußert, denn der Minister befürworte eine Aufweichung der Restriktionen für Onlineglücksspiel. Die Christdemokraten erheben auch ihre Stimme und äußern ihre Bedenken, denn sie sehen in dem ganzen einen großen Mangel an hinreichendenden Maßnahmen, um die Glücksspielsucht zu bekämpfen.

Das wohl stärkste Argument der Kritiker ist ein Dokument der NHS, dem britischen Gesundheitsdienst. Laut deren Aussage neigen besonders weibliche Spieler dazu, glücksspielsüchtig zu werden. In dem Papier werden sogar Verbindungen zwischen Glücksspielsucht, Alkoholmissbrauch, erhöhten Selbstmordraten und Depressionen aufgezeigt. Die von Veeten vorschgeschlagene Gesetzgebung sowie die Gegenargumente der Opposition werden heute im niederländischen Parlament vorgetragen.

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