Wird Japan das zweite Macao?


Wie das Las Vegas Journal berichtet, könnte bald das Verbot von Casinos aufgehoben werden. 44 Milliarden Dollar sollen die Casinos für die Industrie erwirtschaften und viele amerikanische Gesellschaften wie MGM Entertainment oder Las Vegas Sands haben großes Interesse zu investieren.

Wenn es in Japan um das Thema Casinos geht, war man bisher sehr konservativ eingestellt. Da man der Auffassung war, dass Casinos die Kriminalität fördern wurden sie gesetzlich verboten. Dies soll sich nun ändern.

Eine Studie von Ryosaku Sawa, Wirtschaftsprofessor an der Osaka University, aus dem Jahr 2009 besagt, dass die Öffnung des Casino-Marktes 44 Milliarden Dollar Gewinn für die Wirtschaft bringen könnte. Die Lobbyisten, die sich für die Casinos aussprechen geben zusätzlich an, dass durch den Bau von den Casinos die Wirtschaft durch neue Arbeitsplätze wächst. In einem Land mit 128 Millionen Einwohnern sei dies unabdingbar. Als Vorbilder werden die Nachbarländer Macao und Singapur genannt, die ja bekanntlich nur so von Casinos sprudeln.

Las Vegas Sands, Genting, MGM Resorts und Caesars Entertainment haben bereits ihr Interesse bekundet und möchten gerne in den japanischen Markt investieren. Sheldon Adelson, der vor Kurzem noch vor Gefahren des Online Glücksspiel gewarnt hat, äußerte sich wie folgt: „Ich hoffe, dass meine ganzen Gespräche mit der Japanischen Regierung nicht umsonst waren. Sollte das Verbot fallen, so werden wir (Anm. d. Red.: Las Vegas Sands) das führende Unternehmen in diesem Projekt sein. Seit Jahren versuchen wir schon den Markt in Japan zu lockern. Es gibt keine Zweifel, dass wir als Kandidaten an erster Stelle stehen.“

Das Interesse der amerikanischen Gesellschaften ist sehr groß und so wie sich die Wirtschaft in Japan entwickelt könnte es durchaus sein, dass bereits in wenigen Monaten das Casino-Verbot aufgehoben wird.

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