Wynn Resorts wirft Kazuo Okada aus dem Vorstand in Macau

Der Streit zwischen Kazuo Okada und Wynn Resorts eskaliert zunehmend. Wie bereits angedroht drängt man Hauptanteilseigner Okada immer weiter aus der Firma. Nun wurde der 69-jährige Japaner aus dem Vorstand bei der Tochterfirma Wynn Macau geworfen.

Die Fakten sind das perfekte Material für einen erfolgreichen Wirtschaftskrimi. Milliardär Kazuo Okada (Foto) sah seine Investitionen gefährdet und stellte Nachforschungen an. Die Einsicht in die Finanzbücher wurde dem Vorstandsmitglied jedoch verwehrt und es ging vor Gericht.

Nachdem Okada eine dubiose Spende in Höhe von $135 Millionen an die University of Macau Development Foundation kritisiert hatte, holte man bei Wynn Resorts in Las Vegas zum Gegenschlag aus. Ein „unabhängiger Bericht“ soll zeigen, dass Kazuo Okada Beamte bei Regulierungsbehörden auf den Philippinen bestochen haben soll.

Angebliche Zahlungen und Geschenke im Wert von über $110.000 waren der Anlass, um Kazuo Okada aus der Firma zu befördern. Seine Aktienanteile von fast 20% sollen aufgekauft werden, wobei man dem Japaner einen Preis zahlt, der rund 30% unter dem aktuellen Börsenwert liegt und einem ‚Rabatt‘ von etwa $800 Millionen entspricht. Des weiteren will man Kazuo Okada aus dem Vorstand von Wynn Resorts Ltd werfen. Für die beiden letzten Schritte ist jedoch eine spezielle Versammlung der Aktionäre nötig.

Einfacher war es, den Japaner aus dem Vorstand der Tochterfirma Wynn Macau zu werfen. Dies geschah als Konsequenz des „inakzeptablen Benehmens“, denn bei Wynn beachtet man „hohe ethische Standards“.

Kazuo Okada selbst sagt, dass die Anschuldigungen falsch seien. In einer Mitteilung seiner Firma Universal Entertainment Corp ließ man zudem verlauten, dass man nicht einmal die Gelegenheit bekommen hat, den vielfach genannten unabhängigen Bericht über Herr Okada einzusehen.

Quelle & Foto: Reuters

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