Wynn Resorts und Zynga bald gemeinsam auf US-Markt aktiv?

Der Eine hat die Software und der Andere die Lizenz: Social-Media-Gigant Zynga ist mit der Casinokette Wynn Resorts in Verhandlungen über eine Partnerschaft getreten, an deren Ende das Angebot von Echtgeld-Glücksspielen für eine riesige Spieler-Community in den USA stehen soll.

In Großbritannien hat Zynga schon einen gewaltigen Schritt gemacht, um demnächst auch Echtgeld-Poker anbieten zu können Die gesetzlichen Hürden sind niedrig und Gründer und Chef Mark Pincus bezeichnete die Möglichkeiten diesbezüglich als „umwerfend“.

Doch viel interessanter dürfte für den Social Media-Giganten der US-amerikanische Markt sein. Um allerdings dort ein ähnliches Programm anbieten zu können, benötigt das Unternehmen Partnerschaften mit Casinobetreibern, um so die gesetzlichen Probleme zu lösen.

Ein erster Schritt ist Zynga nun offenbar mit einer Kooperation mit Wynn Resorts geglückt. Wie die New York Post berichtete, sind die beiden Firmen in Verhandlungen getreten, um eine Partnerschaft zu begründen.

Für die „Bespielung“ des gesamten amerikanischen Marktes reicht eine Kooperation mit den Wynn Resorts allerdings kaum aus. Wynn ist momentan ausschließlich in Nevada aktiv, die gesetzlichen Regelungen sind in den einzelnen Bundesstaaten allerdings komplett verschieden.

In Nevada wird seit geraumer Zeit daran gearbeitet eine gesetzliche Grundlage zu schaffen für das Angebot von Online-Glücksspielen. Die Regulierungsbehörde entscheidet derzeit, welche Firmen eine Lizenz bekommen. Sollte Wynn Resorts auf der White List erscheinen, darf der Glücksspiel-Gigant in Zukunft – aber nur in Nevada – Online-Glücksspiele anbieten. Genau vor einem Jahr war Wynn schon einmal eine solche Partnerschaft, wie jetzt mit Zynga, nämlich mit PokerStars eingegangen und musste diese aufgrund des Black Friday kurze Zeit später wieder annullieren.

In zwei Dutzend amerikanischer Bundesstaaten wird derzeit, zum Teil heftig über eine Regulierung und Liberalisierung des Online-Marktes debattiert. Nach der Neuinterpretation des Interstate Wire Acts (einem Gesetz aus dem Jahre 1961) durch das Department of Justice besteht nun allerdings die Möglichkeit Online-Glücksspiele auch über Staatsgrenzen hinweg anbieten zu können. Vorraussetzung: es darf nicht per Gesetz verboten oder seitens der zuständigen Lizenzierungsbehörde mit Auflagen belegt sein.

Für Zynga ist die Kooperation mit Wynn Resorts also noch ein Test auf einem, noch gar nicht überschaubarem Gelände. Allerdings hat das Unternehmen mit dem Aufbau einer gewaltigen Community mit Spielgeld-Spielern in der Vergangenheit gezeigt, dass es den langen Atem und die notwendigen Kompetenzen mitbringt, um langfristig große Fußspuren zu hinterlassen.

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