Inside WSOP: Gavin Griffin – Wenn kein Dollar übrig bleibt!

Gavin Griffin ging leer aus. Von seinem gewonnen $163.625 Preisgeld erntete er keinen einzigen Dollar. Aufgrund von Schulden musste er beim WSOP $1.5000 FL Omaha Hi/Lo Event seine gesamte Ausbeute an Investoren abdrücken. Nachdem er seine Bankroll verlor, versucht er in Zukunft wieder niedrigere Stakes zu grinden.

Aufgrund von finanziellen Problemen lässt Griffin sich bei der diesjährigen WSOP staken. In einem Interview mit CardPlayer.com war er optimistisch. Er sei sich sicher,  dass er der Schuldenfalle entkommen würde. Den ersten Schritt in die richtige Richtung hat er mit dem Runner-Up geschafft.

„Ich bin keineswegs bankrott. Ich habe Geld auf dem Konto und eine Frau, die gut verdient. Trotzdem musste ich eine Entscheidung treffen. Ich spielte schlecht und mein Bankroll-Management war miserabel, also musste ich entweder auf niedrige Limits absteigen oder mir Geld leihen und damit noch mehr Schulden machen.“

Griffin entschied sich dafür sich staken zu lassen und auf niedrigere Limits zu wechseln. Damit ist er einer der wenigen professionellen Pokerspieler, die öffentlich über ihre schwierige Situation reden.

„Es stimmt schon, Pokerspieler haben ein großes Ego. Wenn du mal ein bestimmtes Niveau erreicht hast, fühlt sich alles darunter wie Versagen an. Aber in jeder Karriere gibt es gute und schlechte Phasen. In der Pokerbranche ist es so, dass auf lange Sicht der Spieler das Geld gewinnt, der am besten ist. Also muss ich einen Weg finden um besser zu werden. Es gab Zeiten, da habe ich $200/$400 No-Limit und $1000/$2000 Limit gespielt. Jetzt sitze ich am $8/$16-Tisch und versuche blöde Kommentare zu ignorieren.“

Gavin Griffin geht mit gutem Beispiel voran. Auf niedrige Limits zu wechseln und den eigenen Stolz zu überwinden, gebührt Respekt. Bleibt zu hoffen, dass er sich bei der WSOP 2012 finanziell sanieren kann. Wir wünschen ihm viel Glück. 

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