Pokern für die Gesundheit


Denksport ersetzt Medikamente! Zahlreiche Studien haben schon bewiesen, dass unter anderem Kartenspiele das Gehirn fit halten. Der US-amerikanische Pokerspieler und Autor David Sklansky spricht sich für die positiven Nebenwirkungen des Pokerns in den Bereich der Gesundheit und Sozialkompetenz aus.

Wissenschaftler, Denksportler oder Pädagogen haben Denkspiele entwickelt, um das Gehirn so richtig in Schwung zu bringen. Die kleinen grauen Zellen sollten täglich mit Kartenspielen, Kreuzworträtseln oder anderen künstlerischen Aktivitäten auf Trab gehalten werden. Einer französischen Studie zufolge kann sich das Demenzrisiko sogar um die Hälfte verringern. Pokern ist weltweit offiziell als Denksport, wie Schach, Go oder Bridge anerkannt.
David Sklansky hat sich in seinem Artikel „Poker is good for you“ mit der Wirkung des Pokerns auf die Gesundheit beschäftigt. Sein Ergebnis: Die positiven Nebenwirkungen des Pokerns sprechen primär gegen den reinen Glückspielcharakter des Denksports. Besser das Spiel ist gut für die Gesundheit.

Pokern ist ein guter Lehrer:

Am Pokertisch bekommt man in kürzester Zeit ein Feedback über das Spielverhalten. In anderen Branchen ist es meist nicht so. Wenn man beispielsweise einen Fehler mit einem wichtigen Kunden macht, erfährt man oft nie, warum es nicht zu einer Zusammenarbeit gekommen ist. Bei Pokern ist das anders! Direkt nach einer Hand, kann man seine eigenen Fehler ersehen. Sei es eine Reaktion oder der Verlust eines Pots. Schnell wird man über seine Fehler informiert.

Poker hilft Entscheidungen zu treffen:
In einer Pokersession muss der Spieler schnell bis zu hunderten Entscheidungen treffen.

Poker kann die Einstellung zum Lernen verbessern:

Es ist bekannt, dass die Jugend meist keine Lust hat zu lernen. Man gilt oft als Streber, wenn man gute Noten mit nach Hause bringt. In Amerika beispielsweise bewundert man eher Models, Schauspieler oder Sportler. Wissenschaftler oder Lehrer wollen wenige werden. Für junge Menschen ist es meist unrelevant zu sehen, dass wissenschaftliche Fächer wichtig sind für das spätere Leben. Der eigene Status hat Vorrang.
Pokern hingegen lehrt den jungen Menschen spielerisch die Vielfalt und die Wichtigkeit von Mathematik, Psychologie und anderen logischen Zusammenhängen. Die „Streber“ haben die Grundlagen dieser Lehrveranstaltungen inne. Am Pokertisch können sie ihr Wissen anwenden. Sie sind erfolgreicher und werden für ihr Pokerkönnen bewundert.
Besonders in Mathematik sind amerikanische Studenten mies. Sie haben nicht das Bedürfnis sich hier zu verbessern oder gar nach der Ausbildung dies weiter zu lernen. „Wer braucht das schon?“, so die meisten Reaktionen. Ein guter Pokerspieler weiß hingegen über die Wichtigkeit der mathematischen Fähigkeiten Bescheid. Außerdem ist er bereit sich Wissen anzueignen, um sein Spiel zu verbessern.

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Poker fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit:
Um die Karten des Gegners einschätzen zu können, muss man sein Spielverhalten analysiert haben. Das ist wichtig, um in bestimmten Situationen die richtige Entscheidung treffen zu können. Pokersessions dauern meist über Stunden. Man braucht gutes Sitzfleisch und jede Menge Disziplin.

Poker fördert Geduld und Disziplin:
Oft muss man stundenlang auf gute Hände warten und schmeißt unzählige Hände weg. Ziel ist es lange dabei zu sein und Profit zuschlagen. Voreilige Entscheidungen können schnell zur Eliminierung führen.

Poker bringt Menschen näher zusammen:

Die meisten Menschen leben in einem homogenen Umfeld. Man gibt sich oft nur mit denen ab, die einem ähneln.
An Pokertischen lernt man hingegen jede Art von Menschen kenn. Ob schwarz oder weiß, groß oder klein, alt oder jung, dick oder dünn, aggressiv oder passiv, Frau oder Mann, gebildet oder ungebildet, hier ist jeder gleich. Alle sind Spieler. Rassismus und andere Vorurteile werden hier nicht geduldet.

Poker lehrt mit Niederlagen umzugehen:

Bei diesem Spiel kann man oft verlieren. Besonders Anfänger müssen oft Verluste in Kauf nehmen können. Wichtig ist dabei nicht aufzugeben. Viele Menschen verlieren ihren Job oder einen geliebten Menschen. Jedoch kommen sie oft nicht über den Verlust hinweg.
Beim Pokern verliert man statistisch mehr Hände als man sie gewinnt. Es gehört zum Spiel dazu. Als Pokerspieler muss man Niederlagen einstecken können und aus ihnen lernen, um dann solide weiter spielen zu können.

Poker lehrt die ruhige Konfliktbewältigung:
Jeder Spieler ist ein Einzelgänger und hat seine Gegner. Alle haben den Wunsch auf den Sieg. Allerdings gewinnt meist die bessere Hand oder der Spieler. Es kann jedoch auch zu Suck-Outs kommen. Mit jeder Situation muss der Pokerspieler rechnen können. Man darf es nicht persönlich nehmen, wenn man eine Hand verliert. Es kann oftmals teuer werden, wenn man seinen Gegner auf Teufel komm raus aus eliminieren will. Verbale Ausbrüche werden von den Pokerspielern nicht gern gesehen. Beschimpfungen oder jegliche körperliche Gewalt wird von der Poker-Community nicht geduldet.

Poker braucht einen strategischen Plan:

Hand für Hand muss man sich genau überlegen, wie man vorgeht. Pläne zu schmieden ist wichtig. Denn um die meisten Chips des Gegners zu bekommen, muss man schon im Voraus wissen, wie man am besten vorgeht.

David Sklansky erläutert weitere positive Nebenwirkungen in seinem Artikel „Poker is good for you“. Die Internetplattform TWOPLUSTWO hat den Artikel als PDF-Download hier zur Verfügung gestellt.

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