Pokerschulden enden vor Gericht

Bereits am Freitag berichtete die Neue Osnabrücker Zeitung über einen brisanten Fall, der vor dem dortigen Amtsgericht verhandelt wurde. Insgesamt geht es gleich um mehrere Straftaten der Beteiligten, Körperverletzung, illegales Glücksspiel und zu guter Letzt Drogenhandel. Was war passiert ?

Ein 34-jähriger Warendorfer pokerte gemeinsam mit zwei Osnabrückern, 48 und 31 Jahre alt. Er verlor €2.000 in der Partie, die er jedoch als Kredit erhalten hatte und nicht zurückzahlte. Er stellte den beiden Gewinnern einen Schuldschein aus, diese wollten jedoch sichergehen, dass ihr Schuldner ihnen auch die richtige Adresse mitteilt und bestanden darauf, ihn gemeinsam nach Hause zu fahren. Offensichtlich führte der Warendorfer die beiden Pokergewinner zu einer falschen Adresse und es kam zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Der unglückliche Spieler behauptet, von seinen beiden Gläubigern verprügelt worden zu sein. Da er sich jedoch in der Verhandlung mehrfach widersprach, ließ das Gericht diesen Anklagepunkt fallen. Auch die Klage bezüglich des illegalen Glücksspiels wurde wegen Geringfügigkeit eingestellt.

Lediglich in dem Verfahren gegen den 48-jährigen Osnabrücker kam es zu einer Verurteilung. Er wurde für den Handel mit 250g Heroin zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Den Originalartikel unter der Überschrift ‚Poker, Prügel, Pöbeleien‘ findet ihr hier.

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