Zynga: Bald Echtgeld-Glücksspiel in UK

Das Ergebnis des Online-Spielehersteller Zynga rutscht immer weiter in die roten Zahlen. Im dritten Quartal machte das Unternehmen einen Verlust von 52,7 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie. Als einzigen Ausweg aus der Misere suggeriert der Unternehmensvorstand seinen Aktionären den Einstieg in das Echtgeld-Spiel.

Wie Hochgepokert.com bereits berichtete, möchte der Erfinder von „FarmVille“, „CityVille“ und „Words With Friends“ sein Angebot deutlich ausweiten. Bisher hatte man sich auf Spiele im Social Network wie z.B. Facebook konzentriert. Doch Zynga steckt in einer tiefen Krise. Am vergangenen Dienstag hatte Zynga zum ersten Mal in seiner jungen Unternehmensgeschichte einen Stellenabbau angekündigt. Knapp fünf Prozent der rund 3.200 Mitarbeiter würden entlassen, teilte das im kalifornischen San Francisco ansässige Unternehmen am Dienstag mit. Erst Anfang Oktober hatte Zynga angesichts einer schwachen Nachfrage nach einigen Spielen ein verlustreiches drittes Quartal angekündigt.

Einige Top-Manager hatten bereits ihren Platz geräumt. Auch Poker-Chef Laurence Toney hat das Unternehmen bereits verlassen. Trotzdem soll nun endlich die Mission „Echtgeld-Spiel“ gestartet werden.  Das Unternehmen kündigte an, künftig in Großbritannien Online-Poker und andere Glücksspiele anzubieten, bei denen echtes Geld eingesetzt wird. Die Glücksspiele sollen in der ersten Hälfte des kommenden Jahres starten.

Ein riesiges Potential wäre durchaus vorhanden. 120.000 Spieler nutzen täglich den Poker-Client von Zynga auf Facebook. Das ist mehr als doppelt soviel, wie die übrigen Pokerseiten zusammen täglich vorzuweisen haben. Allerdings beziehen sich die Zahlen nur auf den Play Money Bereich.

Offensichtlich vertrauen die Anleger auf diese Zahlen. Nach der Ankündigung mit dem Echtgeld-Spiel in Großbritannien zu starten, verzeichneten die Zynga-Aktien im nachbörslichen Handel am Mittwoch einen Zuwachs von fast 14 Prozent auf 2,42 Dollar.

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