Regulierung des Online-Pokermarktes in den Niederlanden schon in 2013

Holland ist die fünftgrößte Volkswirtschaft in der EU mit einer Bevölkerung von über 16 Millionen. Es gilt als einer der finanziell stärksten Nationen der Eurozone. Aber dennoch steckt auch Holland mitten in der Finanzkrise und hat mit einem riesigen Haushaltsdefizit zu kämpfen.

Grund genug um sich nach neuen Einkunftsmöglichkeiten umzusehen. Der lukrative Online-Glücksspielmarkt steht da natürlich ganz oben auf der Watchlist, zumal man hier Steuereinnahmen generieren kann, die keinen Bürger direkt belasten und daher nicht umständlichen Erklärungen bedarf. Bisher stecken sich die Onlineanbieter, mit steuerneutralen Sitz auf der Isle of Man oder Gibraltar, diese Gewinne direkt in die Tasche, ohne dass die nicht regulierten Nationen der EU auch nur einen Cent davon sehen.

Damit soll jetzt in Holland Schluss sein. Mark Rutte, Ministerpräsident der Niederlande, hat in einer Koalitionsvereinbarung die umfassende Regulierung des Glücksspielmarktes in Holland bereits für 2013 vorgesehen. Demnach sollen die Unternehmen ihre in den Niederlanden erzielten Bruttogewinne künftig mit 29% versteuern.

 Bereits im Juni gab die niederländische Regulierungsbehörde Kansspelautoriteit Warnungen an Onlineanbieter raus, wonach sie als illegaler Glücksspiel-Betreiber eingestuft werden.Diejenigen, die der Warnungen nicht nachgekommen, werden von der neuen Regulierung „aktiv ausgeschlossen“.

Vierzig Unternehmen erhielten die Warnungen und etwa die Hälfte von ihnen unternahmen Schritte um die Vorgaben zu erfüllen, einschließlich Bwin.party, Unibet und Ladbrokes. Die Warnungen enthalten den Anreiz, dass konforme Unternehmen eher an die zu vergebenden Lizenzen im Rahmen einer künftigen Regulierungssystem kommen würden. Bwin.party wird diese Warnung besonders ernst genommen haben. Nachdem sie auf eine ähnliche Warnung der belgischen Regierung nicht reagiert hatten, wurde ihnen in Belgien die Lizenz versagt.

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