Pokerstars verbietet politische T-Shirts am Pokertisch

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Nach der kontroversen Debatte um die politischen T-Shirts von Olivier Busquet und Daniel Colman während der EPT Barcelona, hat Pokerstars nun ein Machtwort gesprochen. In Zukunft wird es nicht mehr erlaubt sein, bei den Events politische Statements auf der Kleidung zu tragen.

Als der Final Table des EPT Barcelona Super High Roller per Webcast in die ganze Welt gestreamt wurde, sorgten die T-Shirts von zwei Spielern für reichlich Gesprächsstoff. Die beiden Kumpels Olivier Busquet und Daniel Colman, die am Ende auch im Heads-up aufeinandertrafen, teilten durch Aufschriften auf ihrer Kleidung deutlich ihre politischen Meinungen mit. Der spätere Sieger Busquet trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Save Gaza“ und auf der Kleidung von Runner-up Coleman war zu lesen „Free Palestine“.

Mit diesen Statements zum Israel-Palästina-Konflikt lösten sie eine kontroverse Debatte in der Pokerszene aus, denn natürlich stimmen nicht alle mit ihren Ansichten überein und viele empfinden es generell als völlig fehl am Platz, politische Statements am Pokertisch zu tätigen.

Eric Hollreiser, der Kommunikationschef der Rational Group, der Mutterfirma von Pokerstars und der EPT, beendete nun die Diskussion und äußerte sich gegenüber Pokerfuse offiziell zu dem Thema. Dabei räumte er ein, dass es ein Fehler gewesen sei, die beiden Spieler mit diesen T-Shirts teilnehmen zu lassen. „Im Nachhinein betrachtet war es ein Fehler, sie teilnehmen zu lassen. Unsere Turniere sind dafür da, Poker und den Wettkampf zu fördern und nicht um politische Meinungen Kund zu tun. Die Spieler haben viele Wege, um ihre Meinung zur Weltpolitik zum Ausdruck zu bringen, doch unsere Turniere sind dafür kein angemessener Platz“, so Hollreiser weiter. „Wir werden in Zukunft Spielern die Teilnahme verweigern, die politische Statements jeglicher Art zur Schau stellen.“

Man darf gespannt sein, ob sich die Spieler an diese neuen Regeln halten oder ob es einige „Rebellen“ geben wird, die versuchen Wege zu finden, um weiterhin ihre politische Meinung medienwirksam am Pokertisch zu präsentieren.

 

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