Montesino muss Damentage wegen Diskriminierung stoppen

mia gray montesino
Der Damentag im Montesino in Wien gehörte immer zu den beliebtesten wöchentlichen Pokerturnieren. Dadurch, dass die weiblichen Teilnehmer kostenlos spielen durften, war das Format auch immer sehr beliebt bei den Männern, die den höheren Frauenanteil an den Tischen genossen. Doch damit ist jetzt Schluss. Das Montesino muss den Damentag wegen Diskriminierung stoppen.

Wie der „Kurier“ diese Woche berichtete, hatte ein Wiener Jura-Student eine Beschwerde bei der Gleichbehandlungskommission im Bundeskanzleramt eingelegt. Die Kommission gab ihm Recht und berief sich auf den Europäischen Gerichtshof, da eine „unmittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts beim Zugang von Gütern und Dienstleistungen“ vorliege. Daher wurde das Montesino dazu aufgefordert, die Damentage innerhalb von zwei Monaten einzustellen.

Folgt nach der Entscheidung der Gleichbehandlungskommission nun das Ende von Sonderaktionen für Frauen auch in anderen Bereichen? Dies könnte durchaus der Fall sein, denn in den verschiedensten Bereichen wie etwa beim Shopping oder beim Friseur gibt es vergünstigte Programme und Sonderaktionen für Frauen. Diese könnten nun alle gekippt werden, denn durch die Entscheidung der Kommission hätten Klagen vor Zivilgerichten wesentlich mehr Chancen darauf, Recht zu bekommen.

Was halten die Hochgepokert Leser von der Entscheidung? Stellen Damentage eine Diskriminierung der Männer dar oder nimmt man sowas gerne in Kauf für mehr weibliche Gesellschaft am Pokertisch?

Foto: fabfotos

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