Stoyan Madanzhiev gewinnt den WSOP Main Event und $3,9 Millionen, Stefan Schillhabel wird Siebter

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Das größte Online-Pokerturnier aller Zeiten ist entscheiden. Der Bulgare Stoyan Madanzhiev hat in der vergangenen Nacht den $5.000 NLHE Main Event der World Series of Poker (WSOP) 2020 auf GGPoker gewonnen und mit $3.904.686 die höchste jemals ausgespielte Siegprämie im Online-Poker abgeräumt.

Am Samstagabend starteten nach einer sechstägigen Pause die letzten 38 Spieler in den dritten Spieltag uns spielten den Großteil des mit insgesamt $27.559.500 gefüllten Preispools aus. Die ersten vier Plätze waren mit siebenstelligen Preisgeldern dotiert.

Für die noch zahlreich vertretenen deutschsprachigen Pokerpros lief der entscheidende Spieltag durchwachsen. Jonas Lauck (34./$55.880), Julian Stuer (22.), der Schweizer Dinesh Alt (21.) und Avidan Cohen (20./alle $79.625) bekam ordentliche Preisgelder ausbezahlt, hatten sich aber ganz sicher noch mehr erhofft.

Benjamin „bencb789“ Rolle (GER/AUT)

Das gilt insbesondere auch für Benjamin Rolle. Der deutsche Ausnahmespieler lag bei noch 16 Spielern auf Platz fünf, ehe der Faden riss und er letztlich seine letzten 13 Big Blinds per 3-Bet vom Cut mit AhJh All-in stellte. Dahinter fand Tyler Rueger AsAc für den Call und schickte Rolle auf Platz elf für $161.686 an die Rail.

Rueger (69.761.090 Chips) erreichte den Final Table schließlich als Führender vor Stoyan Madanzhiev (65.883.013), dahinter klaffte dann eine Lücke von umgerechnet knapp 50 Big Blinds zum Japaner Satoshi Isomae (36.032.095). Aus deutscher Sicht hatte Stefan Schillhabel den Final Table erreicht, lag mit 11.022.052 Chips auf Platz acht.

Zwei Preissprünge nahm Schillhabel noch mit, mehr war am Ende leider nicht drin. Nach den Bustouts der beiden US-Amerikaner Samuel Taylor (9./$230.395) und Tyler Cornell (8./$328.305) kam es für den deutschen mit 14 Big Blinds und TcTs zum All-in gegen AcKh von Wenling Gao aus China, die mittlerweile zu den Bigstacks zählte. Am 4c5c7c-Flop war das Paar von Schillhabel zwar noch gut, aber Gao hatte ohne Ende Outs, traf direkt am Turn dann den Kc zum Nutflush, sodass dem deutschen Regular für Platz sieben eine Preisgeld in Höhe von $467.825 blieb.

Stefan Schillhabel

Im weiteren Turnierverlauf dominierten Madanzhiev und Gao das Geschehen. Madanzhiev nahm den Japaner Satoshi Isomae (5./$949.937) vom Tisch, Gao eliminierte den Neuseeländer Thomas Ward (4.$1.353.634) und dann auch Tyler Rueger in einem Monsterpot.

Vor dem Flop pushte Rueger per 4-bet seine 48,6 Millionen Chips mit AhQs, lief gegen KhKd von Gao und wurde Dritter für $1.928.887 Preisgeld.

Heads-up lagen Madanzhiev (147 Millionen) und Gao (142 Millionen) nahezu gleichauf, dennoch dauerte es nur knapp eine halbe Stunde bis zur Entscheidung.

Gao raiste AdAc, Madanzhiev vertedigte den Big Blind mit 7d6h und floppte auf 3s4h5c die Straight. Die erste Bet check-callte der Bulgare, am 8h-Turn check-raiste er dann und callte Augenblicke später auch den Push von Gao, die drawing-dead ihre restlichen 81 Millionen Chips in die Mitte gestellt hatte.

Die Chinesin verpasste zwar das Bracelet, bekam als Runner-up aber bereist unfassbare $2.748.605 Preisgeld ausbezahlt.

Der neue WSOP Main Event Champion heißt aber Stoyan Madanzhiev, der live wahrscheinlich gar nicht am Turnier teilgenommen hätte. Diese Vermutung legt zumindest seine bisherige Statistik nah, denn live trat der Profispieler bisher noch nicht wirklich in Erscheinung.

Das Ergebnis vom Final Table:

PlatzNameLandPreisgeld
1Stoyan MadanzhievBulgarien$3.904.686
2Wenling GaoChina$2.748.605
3Tyler RuegerUSA$1.928.887
4Thomas WardNeuseeland$1.353.634
5Satoshi IsomaeJapan$949.937
6Joao SantosBrasilien$666.637
7Stefan SchillhabelDeutschland$467.825
8Tyler CornellUSA$328.305
9Samuel TaylorUSA$230.395

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