
Ein YouTube-Video des Kanals Poker Bounty erinnert an eine der kuriosesten Geschichten der WSOP-Geschichte: den überraschenden Sieg von Robert Varkonyi beim Main Event 2002.
Varkonyi war damals kein bekannter Pokerprofi, sondern ein Amateur aus New York mit einem Hintergrund in Informatik und Management. Im mit 631 Spielern besetzten Main Event wurde er entsprechend nicht als ernsthafter Titelkandidat wahrgenommen. Selbst Phil Hellmuth machte sich über den Außenseiter lustig – und sollte das später bereuen.
Hellmuth verlor während des Turniers einen großen Pot gegen Varkonyi und erklärte anschließend im ESPN-Kommentar, er werde sich den Kopf rasieren, sollte der Amateur tatsächlich das Main Event gewinnen. Genau das passierte: Varkonyi erreichte das Heads-up und setzte sich schließlich gegen den Briten Julian Gardner durch. Im entscheidenden Pot traf Varkonyi mit Q-T auf einem gefährlichen Board ein Full House und sicherte sich damit den Titel sowie 2 Millionen Dollar.
Für Hellmuth bedeutete Varkonyis Sieg vor allem eines: Haare ab. Er hielt sein Versprechen und ließ sich vor laufender Kamera den Kopf rasieren. Varkonyis Triumph ging damit nicht nur als große Überraschung in die WSOP-Geschichte ein, sondern bescherte der Pokerwelt gleichzeitig einen der ikonischsten Momente von „The Poker Brat“.
Interessant: Nur ein Jahr später sollte mit Chris Moneymaker erneut ein Amateur das WSOP Main Event gewinnen – und damit den Pokerboom auslösen, der das Spiel weltweit veränderte.









