
Nach dem Abschluss des Jahres 2025 lassen sich die deutschsprachigen Pokerleistungen sehr gut über den Global Poker Index (GPI) vergleichen.
Der GPI bewertet Spieler nicht ausschließlich nach ihren Preisgeldern, sondern nach einem Punktesystem, das auch Feldstärken, Platzierungen und Turnierstrukturen berücksichtigt. Ein Beispiel dafür ist der 2025er GPI Player of the Year Punnat Punsri aus Thailand, der mit 4.459 Punkten die höchste Wertung im GPI erzielt hat, obwohl sein Preisgeld von $10.951.495 ihn nur auf Platz 12 der reinen HendonMob-Money-Liste bringt. In der reinen Geldrangliste führt hingegen der US-Amerikaner Jesse Lonis mit $13.334.563.
Auch in Europa zeigt das GPI-Ranking interessante Muster: Hier führt der Russe Artur Martirosyan mit 4.323 Punkten vor zwei Österreichern, nämlich Klemens Roiter und Daniel Rezaei, deren jahresbezogene Leistungen den europäischen Vergleich prägen.
Dinesh Alt toppt die Schweizer Liste
Betrachtet man die GPI-Platzierungen der DACH-Region, nimmt die Schweiz insgesamt den dritten Rang ein. In der Schweizer POY-Rangliste erzielte Dinesh Alt mit 2.644 Punkten das beste Ergebnis; seine Turniergewinne beliefen sich 2025 auf $604.583, was lediglich Platz 543 der Money-List darstellt. Hinter Alt folgen Yannick Jobin mit 2.125 Punkten und Marco Meisser mit 1.678 Punkten.
Deutschland auf Rang 2 im DACH-Vergleich
Deutschland liegt im DACH-Vergleich im Mittelfeld. Dort führt Christoph Vogelsang die Rangliste mit 3.289 Punkten an, nachdem er 2025 Preisgelder in Höhe von $9.920.108 erzielt hat und damit weltweit auf Rang 14 steht. Leon Sturm lag mit 3.152 Punkten nur geringfügig hinter Vogelsang, und Tobias Schwecht sammelte mit 3.067 Punkten ebenfalls eine starke GPI-Wertung.
Österreich mit den stärksten Ergebnissen
Als bestes DACH-Land geht jedoch Österreich aus dem GPI-Player-of-the-Year-Ranking hervor. Klemens Roiter führt die österreichische Rangliste mit 3.997 Punkten an und belegt damit in Europa Platz 2 sowie weltweit Platz 8. Mit Preisgeldern von $7.384.917 war sein Jahr 2025 außergewöhnlich erfolgreich. Direkt dahinter folgt Daniel Rezaei mit 3.978 Punkten, dessen Leistungen ebenfalls bemerkenswert sind. Auf Platz 3 der österreichischen Rangliste steht Samuel Mullur, der mit etwas Abstand ebenfalls starke Ergebnisse vorzuweisen hat und als aufstrebender Name gilt.
Auch wenn Liechtenstein im DACH-Kontext häufig übersehen wird, verdient die dortige Topspielerin einen Hinweis: Kathrin Wolfinger belegt mit 695 Punkten die Spitze für Liechtenstein und erzielte 2025 Preisgelder von $50.983.
Insgesamt zeigt die GPI-Bilanz des Jahres 2025, dass Österreich nicht nur im DACH-Raum, sondern auch international starke Leistungen aufweist, indem es mit Roiter und Rezaei gleich mehrere Spieler unter den Top-Plätzen des Rankings stellt und damit deutlich vor Deutschland und der Schweiz liegt.










