
Beim €5.300 PLO Championship der World Series of Poker Europe ist es zu einem handfesten Skandal gekommen. Der norwegische Spieler Birger Larsen wurde mitten im Turnier disqualifiziert.
Dabei war Larsen eigentlich noch voll im Rennen um ein tiefes Ergebnis. Stattdessen endete sein Run abrupt – und das nicht durch eine verlorene Hand, sondern durch sein eigenes Verhalten.
Eskalation am Tisch führt zur Disqualifikation
Der Vorfall ereignete sich während der späten Phase des Turniers. Larsen fiel über längere Zeit durch lautstarkes und aggressives Verhalten auf. Spieler und Turnierleitung mussten mehrfach eingreifen.
Zunächst erhielt der Norweger eine Verwarnung. Nachdem sich sein Verhalten nicht besserte, folgte eine sogenannte One-Orbit-Strafe. Doch auch danach beruhigte sich die Situation nicht.
Im Gegenteil: Larsen verlor endgültig die Kontrolle. Als eine Person versuchte, ihn zu beruhigen, schlug er deren Hand weg. Spätestens an diesem Punkt griff die Turnierleitung durch und sprach die Disqualifikation aus. Seine Chips wurden sofort aus dem Turnier entfernt. Der Traum vom Bracelet war damit beendet.
Platzierung bleibt, große Chance verspielt
Zum Zeitpunkt des Ausschlusses lag Larsen noch auf Rang 30 im Turnier. Für diese Platzierung erhielt er ein Preisgeld, allerdings deutlich weniger als in den folgenden Stufen möglich gewesen wäre. Gerade in dieser Phase hätte ein tiefer Run einen massiven Sprung bei den Gewinnen bedeutet. Für den Sieger standen mehrere Hunderttausend Euro im Raum.
Larsen gehört eigentlich zu den erfahrenen Spielern mit soliden Live-Ergebnissen. Umso bitterer ist der Vorfall, da er sich selbst um eine potenzielle Top-Platzierung brachte.
Diskussion um Verhalten und Konsequenzen
Der Vorfall sorgt in der Pokerszene für Diskussionen. Immer wieder kommt es bei großen Turnieren zu emotionalen Ausbrüchen, doch eine Disqualifikation ist die absolute Ausnahme.
Augenzeugen berichteten, dass Larsen bereits über längere Zeit auffällig gewesen sei. Auch Alkohol könnte eine Rolle gespielt haben, auch wenn dies nicht offiziell bestätigt ist.
Klar ist: Die Turnierleitung zog eine harte Linie. Wer sich nicht an die Regeln hält, verliert unabhängig vom Turnierstand seine Chance. Ob Larsen weitere Konsequenzen drohen oder ob es bei der einmaligen Disqualifikation bleibt, ist derzeit offen.
FAQ
Er fiel durch aggressives Verhalten gegenüber Spielern und Turnierpersonal auf und schlug schließlich die Hand einer Person weg, die ihn beruhigen wollte.
Er wurde auf Rang 30 disqualifiziert und erhielt dafür noch ein Preisgeld, verlor aber die Chance auf höhere Gewinne.
Sehr selten. In der Regel gibt es Verwarnungen oder Zeitstrafen. Eine Disqualifikation erfolgt nur bei schweren Verstößen.









