Full Tilt Poker: Mussten nun Mitarbeiter gehen?

Die Gerüchteküche um Full Tilt Poker brodelt immer noch und die neuste Fama dreht sich um entlassene Mitarbeiter. Der angeschlagene Konzern soll demnach Mitarbeiter in den Vereinigten Staaten entlassen haben. Dieser eigentlich längst überfällige Schritt verwundert wenig, denn eine komplette Sanierung des Poker Rooms wird es wohl ohnehin nicht mehr geben.

Aber auch an anderen Stellen soll FTP den Rotstift angesetzt haben. Wie Nahuel Ponce von ESPNdeportes.com meldet, soll die komplette Abteilung des ‚International Department‘ geschlossen worden sein. Die Mitarbeiter bei Pocket Kings in Irland sollen jedoch weiterhin im Dienst bleiben, für den Fall, dass Full Tilt Poker wieder ans Netz geht.

Was man nun von den Gerüchten halten soll, ist nicht ganz klar. Sicherlich ist eine Kürzung der laufenden Ausgaben ein notwendiger Schritt, doch ob es den drohenden Konkurs stoppen kann, ist fraglich. Pessimisten gehen davon aus, dass dies nur ein weiterer Mosaikstein ist, der das „FTP ist am Ende“-Puzzle langsam vervollständigt. Immerhin passt es zur Meldung, die potentiellen Investoren wollen nur die Rumpffirmen in Großbritannien und Irland aufkaufen.

Vielleicht steht es jedoch auch im Zusammenhang mit der kürzlich geleisteten Zahlung von Full Tilt Poker an die Alderney Gambling Control Commission. FTP hat seine Schulden bei seinem Lizenzgeber getilgt und damit eine neue Grundlage für die bevorstehende Anhörung bei der AGCC geschaffen.

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Das Drama um Full Tilt Poker nimmt anscheinend kein Ende und ist zweifelsohne ein Meilenstein in der Geschichte des Online Pokers. Die Protagonisten geizen nicht mit spektakulären Skandalen und vor allem Ray Bitar ist hier zu nennen. Bitar, der die Zügel in der Hand hält, soll angeblich mit den Bankrolls der Spieler an der Börse gezockt haben und gilt als Verantwortlicher, dass kurz nach dem Black Friday ein Übernahme Deal gescheitert ist.

Phil Ivey steht Bitar um fast nichts nach und erstaunte die Pokerwelt immer wieder, was bei FTP hinter verschlossenen Türen abläuft. Der Ausnahmespieler klagte zuerst, mit dem Vorwand, den betroffenen Spieler von FTP helfen zu wollen. Jedoch kam ans Tageslicht, das Ivey mit diesem Schachzug nur Investoren, die er ‚gefunden‘ hat, an den Verhandlungstisch bringen wollte. Die letzte Meldung, Ivey steht bei FTP mit mehr als 6,2 Millionen in der Kreide, lässt Phil Ivey auch nicht gerade als Mister Saubermann dastehen.

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