Full Tilt Poker: Verbraucherschutz reicht Klage ein

In weniger als einer Woche werden die Rechtsvertreter von Full Tilt Poker bei der Alderney Gaming Control Commission in London vorsprechen müssen. Es geht um die entzogene Lizenz, und da die Übernahme von FTP immer noch nicht unter Dach und Fach ist, haben die Anwälte und Verantwortlichen mehr als genug zu tun. Die Arbeit wird auch nicht weniger, denn Full Tilt Poker steht neuer Ärger ins Haus.

Wie die Montreal Gezette berichtete hat eine Verbraucherschutzgruppe aus Kanada Klage gegen FTP eingereicht. Jeff Orenstein, Anwalt der Consumer Law Group Inc., legte dem Obersten Gerichtshof von Quebec die Klage vor und der zuständige Richter segnete diese ab.

Die Verbraucherorganisation schätzt, dass rund 10% aller FTP-Kunden aus Kanada kommen und laut Orenstein haben kanadische Spieler zwischen fünf und zehn Millionen Dollar auf Full Tilt Poker liegen. Einige Spieler meldeten sich bereits bei der Verbraucherschutzorganisation. Ein Spieler aus Edmonton beispielsweise hat rund $250.000, ein anderer $10.000 bei FTP.

Aber auch wer nur wenig Geld bei dem Online Poker Room liegen hat, bekommt Hilfe. Als Hauptkläger wird Mitchell Schnurbach aus Montreal genannt, der zwischen einem und fünf Dollar wieder haben möchte.

Einen Gerichtstermin gibt es noch nicht, doch sollte das Urteil zugunsten der Consumer Law Group ausfallen, haben die Spieler gute Chancen ihr Geld wieder zu bekommen. Mit Terricorp Inc. in Kanada gibt es einen Finanzdienstleister von Full Tilt Poker, der von einem kanadischen Gericht belangt werden kann.

Dies ist bereits die zweite Sammelklage ‚aus Kanada‘, wobei Zayn Jetha und Donald Whelan ihre Klage im Namen aller Spieler bei einem amerikanischen Gericht eingereicht haben. Dazu gibt es noch die Klage von Todd Terry, Steve Segal, Nick Hammer und Robin Hougdahl, die im Namen aller US-Spieler die ebenfalls gegen FTP läuft.

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