Full Tilt Poker: Was passiert mit der Lizenz?

Das Drama um die Zukunft von Full Tilt Poker entwickelt sich zu einer epischen Saga. Für alle Spieler, die noch Geld bei dem Online Poker Room liegen haben, heißt es weiterhin zittern, denn die Anhörung bei der Alderney Gambling Control Commission brachte immer noch kein Ergebnis. Allerdings scheint es nun so, dass die jüngsten Verkaufsgespräche die AGCC veranlasst haben, eine Entscheidung zu vertagen.

Full Tilt Pokers Rechtsbeistand Jeff Ifrah meldete sich letzte Woche auf 2+2 und bat mit einem öffentlichen Schreiben die Verantwortlichen bei der AGCC, das Urteil noch aufzuschieben, damit der Deal über die Bühne gehen kann. Die Investoren haben eine Absichtserklärung unterzeichnet und sind tatsächlich bereit Geld in das Unternehmen zu pumpen. Doch wenn FTP die Lizenz nun endgültig entzogen bekommen würde, wäre der Deal geplatzt.

Und da sich die AGCC bisher noch nicht gemeldet hat, gehen Insider davon aus, dass sie tatsächlich abwarten wollen, bis die Verkaufsgespräche beendet sind. Immerhin ist es auch in ihrem Interesse, dass Full Tilt Poker wieder online geht. Sollte dies der Fall sein, würde die AGCC sicherlich noch diese Woche ein Presseschreiben hierzu veröffentlichen.

Wer die Investoren sind, ist dagegen noch nicht bekannt. Die Meldung über Laurent Tapie hat inzwischen die Runde gemacht. Ein weiterer heißer Kandidat für eine Investition könnte LGI Holding sein. Die französische Firma geriet im Sommer in die Schlagzeilen, denn niemand Geringeres als die L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt investierte 170 Millionen Euro in das Unternehmen. Die milliardenschwere 88-Jährige könnte zusammen mit Stéphane Courbi ohne weiteres die benötigte Summe aufbringen, um den angeschlagenen Poker Anbieter wieder ans Netz zu bringen.

Wer der ‚White Knight‘ (Retter in der Not) auch immer sein mag, ohne das Einverständnis des US-Justizministeriums und der Alderney Gambling Control Commission, wird es keine Übernahme geben. Allerdings sind beide Parteien an einem Aufkauf interessiert, denn nur so würde Geld fließen.

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