Absolute Poker vor der endgültigen Liquidierung

In der Sache Absolute Poker/ Ultimate Bet wird Insidern zufolge mit dem letzten Vorhang gerechnet. Eigentümer Blanca Games steht vor der endgültigen Liquidierung. Falls, wie geplant ein Tilgungsplan verabschiedet wird, werden den Spieler 15 bis 20 Prozent des Werts ihrer Spielerkonten ausgezahlt.

Nach einem Report des eGamingReview (EGR) haben Anwälte von Avoine (einer Tochtergesellschaft der norwegischen Firma Madeira Fjord) welche Absolute Poker Anfang 2007 gekauft haben nun erklärt, dass man um keinerlei illegale Aktivitäten, die den Seitengründern im Zuge des Schwarzen Freitag vorgeworfen werden, gewusst habe.

Diese Aussage wurde gegenüber des US Department of Justice (DOJ) gemacht. Grund ist die geplante Liquidierung von Blanca Games und ihrer Töchter Absolute Poker/ Ultimate Bet. Madeira Fjord lehnt es ab seine im Zuge des Kaufs und Verkaufs gemachten Verbindlichkeiten zu begleichen und droht seinerseits mit Insolvenz. Norwegens Steuerbehörden, in deren Zuständigkeitsbereich Madeira Fjord fällt haben geltend gemacht, dass durch den Erwerb und die Veräußerung von Absolute Poker Steuern in Höhe von über 23 Millionen Euro zu bezahlen sind. Die Anwälte von Avoine sehen keine Chance, wie sowohl die Schulden bei Blanca Games als auch die noch offene Steuerschuld gleichzeitig zu bedienen sind.

Damit dürfte wieder etwas Bewegung in die seit dem Sommer vorbereitete Liquidierung von Blanca Games kommen. Ziel ist ein Tilgungsplan, bei dessen Verabschiedung die Spieler laut Aussagen von Insidern mit 15 bis 20 Prozent des Wertes ihrer Spielerkonten rechnen können. Nach PocketFives Mitbegründer Adam Klein, der sich mit dem Fall auf seiner Seite seit Monaten intensiv auseinandersetzt, ist der vor dem Abschluss stehende Konflikt mit Madeira Fjord ein entscheidender Schritt: „Alles sieht so aus, als ob die Liquidation von Blanca Games nun kurz vor dem Abschluss steht und die Spieler aus den verbleibenden Vermögenswerten schon bald ausgezahlt werden können.“

Vor dem Abschluss steht offenbar auch der Prozess gegen Absolute Mitgründer Brent Beckley. Der erklärte im Dezember vor Gericht: „Ich wusste, dass es illegal war die Banken in dieser Form zu täuschen und Kreditkartenzahlungen zu akzeptieren.“

Urteilsverkündung ist für nächsten Monat geplant. Wie hoch die Strafe ausfallen wird, bleibt abzuwarten.

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