„Playtech“ unterrichtet über die Risikomärkte, China, Malaysia und Deutschland

Playtech ist einer der weltweit bekanntesten  Software-Entwickler für die Gaming-Industrie. Nun steht das Unternehmen vor seinem endgültigen Wechsel vom alternativen Investment-Markt an die Londoner Börse. In einem aktuell herausgegebenen Prospekt hat „Playtech“ in diesem Zusammenhang auch erstmals Auskünfte über seine Aktivitäten in den risikobehafteten, nicht regulierten Märkten in China, Malaysia und Deutschland gegeben.

„Playtech“ ist in der internationalen Gaming-Industrie ein Gigant. Die Software von iPoker stammt von „Playtech“, SEGA-Poker ebenso. Von „Playtech“ wurden diverse Websiten, wie zum Beispiel GoldenPalace.com, Betfred, Centrebet, ToteSport, Sega Casino, Bet365, CelebPoker, VCPoker, Titan Poker oder Mansion Poker mit Playtech Software betrieben. Und wer sich auf die Seite von Manchester United begibt, wird auch dort – im Spielangebot – auf Software von „Playtech“ stoßen.

Seit 2006 sind die Aktien von „Playtech“ an der Londoner Börse gezeichnet. Doch nun soll das Unternehmen endgültig das Segment „Alternative Investment Market“ verlassen. Im Zuge dieser Entwicklung wurde ein Prospekt veröffentlicht, in dem das Unternehmen detailliert vor allem über seine Aktivitäten in Risiko-Märkten berichtet.

China zum Beispiel. 3,6 % des weltweiten Umsatzes kommt von Lizenznehmern aus dem Reich der Mitte. Dabei sieht sich „Playtech“ auch in China auf der sicheren Seite, da das Unternehmen nicht wirklich präsent ist, sondern lediglich lokale Händler beliefert. Trotzdem seien Prognosen in solch einem Land wie China nicht wirklich vorhersehbar.

Ähnliches gilt für Malaysia. Dort generiert „Playtech“ 8,4 % seines Umsatzes und muss mit ähnlichen Unwägbarkeiten zurechtkommen. Unstimmigkeiten in der  Glücksspiel-Gesetzgebung sorgen immer wieder für Trouble mit den Autoritäten und jahrelange Rechtsstreitigkeiten. Zwar agiert auch hier „Playtech“ mit lokalen Händlern, doch auch die Störung deren Geschäfte würde sich in den Bilanzen von „Playtech“ deutlich niederschlagen.

Der dritte problematische Markt für den englischen Software-Entwickler scheint Deutschland zu sein. Dort macht „Playtech“ 7,7 % seines Umsatzes und besitzt eine gut funktionierende Kooperation mit der Gausselmann-Gruppe, mit der zusammen man das Joint Venture „Merkur Interactive Joint Venture“ betreibt. Doch auch in Deutschland bewegt sich „Playtech“ aufgrund der nicht geklärten Rechtslage auf dünnem Eis.

Ein Fakt, der vor allem die Lizenzgeber im neu regulierten Markt von Nevada interessieren dürfte. Dort hat „Playtech“ eine Entwickler-Lizenz beantragt. Und obwohl „Playtech“ mit 600 Mitarbeitern weltweit ein Unternehmen mit einer soliden Größe ist, könnten die nun veröffentlichten Risiko-Fakten eine nicht zu unterschätzende Rolle im Lizenzvergabe-Verfahren spielen.

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