Deutsche Bank unter Druck: 98 Festnahmen vor dem Cosmopolitan

Die Deutsche Bank kommt nicht aus den Schlagzeilen, hierzulande verlor das Unternehmen vor kurzem einen Millionenprozess gegen die Erben des verstorbenen Medienmoguls Leo Kirch. Aber auch in den USA gibt es für die Frankfurter Banker Probleme – das unliebsame Casinoprojekt „Cosmopolitan“ in Las Vegas verhagelte durch extrem gestiegene Baukosten die Bilanzen. Damals wurden die Banker quasi zum Casinobetrieb gezwungen, da der Bauträger, der einen Milliardenkredit bei der Deutschen Bank nicht bedienen konnte, Insolvenz anmelden musste. Entweder hätte man den Kredit abgeschrieben, oder das Projekt alleine fertig gestellt.

Seit Eröffnung läuft das Cosmopolitan nicht gerade schlecht, jedoch konnten bisher keine Gewinne erwirtschaftet werden. Gerade das Casinogeschäft läuft leider nicht so erfolgreich wie man es sich wünscht – Gastronomie und Entertainment hingegen erwirtschaften ordentliche Zahlen. Seit 2 Jahren verhandeln die Angestellten über einem Gewerkschaftsvertrag mit dem Hotelmanagement, jedoch bisher ohne Ergebnis. Der Ärger darüber ist groß, den die meisten Angestellten am Strip sind Mitglieder der „Culinary Union“. Mit einer groß angelegten Protestaktion wollte die Gewerkschaft nun auf das Problem hinweisen. Mehrere hundert Gewerkschaftler versammelten sich nun vor dem Hotel um zu protestieren. Einige von Ihnen entschlossen sich dann zu einem Sitzstreik mitten auf dem Las Vegas Boulevard. Die Polizei nahm alle daran beteiligten Gewerkschafter fest – insgesamt kam es zu 98 Festnahmen laut Las Vegas Metropolitan Police. Die Festgenommenen wurden in Polizeibussen abtransportiert. Unklar ist, warum das Management des Cosmopolitan noch keine Einigung mit der Gewerkschaft gefunden hat – einige vermuten, dass unter Umständen ein geplanter Verkauf des Objekts abgewartet werden soll.

Hier einige Bilder der Protestaktion:

 

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