
Eine Milliarde US-Dollar wird das Projekt mindestens kosten. Bis zu zehn Jahren wird die Bauzeit betragen. Doch schon vor dem ersten Spatenstich gibt es Probleme. Nach Informationen der Nachrichtenagentur RIA Novosti ist die Finanzierung unsicher.
Gespräche mit Investoren aus dem Glücksspielmarkt blieben ohne Ergebnis. Die Regierung sucht weiter nach internationalen Geldgebern und ist bereit erhebliche Zugeständnisse zu machen. Die Visabeschränkungen sollen für die Kunden der Glücksspielzone aufgehoben werden. Außerdem erhalten Investoren erhebliche Steuervergünstigungen. Der zollfreie Handel und die Verrechnung in ausländischer Währung soll erlaubt sein. Die potenziellen Investoren überzeugten diese Argumente (bisher) nicht vom Standort Minsk. Das Konzept des Glücksspielzentrums wurde auf dem nationalen Rechts-Internetportal von Weißrussland veröffentlicht. (Foto: rian)
Nachtrag: Nach Berichten des russischen Staatsfernsehens soll Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko „Todesschwadronen“ gegen Oppositionelle eingesetzt haben. Zwischen Russland und der früheren Sowjetrepublik Weißrussland hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt Spannungen gegeben, wie sueddeutsche.de berichtet. Russland startete eine Medienkampagne gegen Lukaschenko.
Für seine Kritiker ist der autoritär regierende Präsident der „letzte Diktator Europas“. Er beherrscht mit Hilfe von Polizei und Geheimdienst die ehemalige Sowjetrepublik seit 1994. Seine Anhänger nennen ihn Batka – „Väterchen“. Laut SPIEGEL stehen große Teile der Landbevölkerung und die älteren Bürger hinter Lukaschenko, weil sie sein Ringen für die Selbstbestimmung Weißrusslands schätzen.







