Black Friday – PokerStars und Full Tilt engagieren Top-Anwälte

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Gestern hat Hochgepokert euch an dieser Stelle berichtet, dass PokerStars und Full Tilt ihre .com Domains zurückbekommen haben, um dadurch die bisher eingefrorenen Gelder der amerikanischen Spieler schneller auszahlen zu können. Nun wurde außerdem bekannt, von wem sich die beiden größten Pokerseiten der Welt vor Gericht vertreten lassen werden. Wie man es sich bei solch milliardenschweren Unternehmen vorstellen kann, handelt es sich dabei um absolute Hochkaräter.

PokerStars hat sich mit „Skadden“ schlicht und einfach nicht nur die größte Law Firma der USA, sondern laut zahlreichen Rankings auch die beste Kanzlei als Vertreter genommen. Angeführt wird das Team von Skadden durch einen der Partner ihres New Yorker Büros: David M. Zornow. Zornow ist ein ausgewiesener Experte in Sachen „White Collar Crimes“, also Wirtschaftsverbrechen im ganz großen Stil und wird auf diesem Gebiet als einer der besten Verteidiger des Landes angesehen. Seine ersten Sporn verdiente er sich unter anderem in der Iran-Contra Affäre Ende der 1980er-Jahre. Vor seiner Tätigkeit als Anwalt war Zornow, der an der Harvard Law School nicht nur studiert, sondern auch unterrichtet hat, Staatsanwalt in New York. Interessanterweise ausgerechnet im „Southern District“ von New York, also jenem District, in dem der Chefankläger gegen PokerStars, Preet Bharara jetzt als Staatsanwalt tätig ist. An Zornows Seite steht wenig überraschend ein ganzes Team an Anwälten, dem mit John K. Carroll ein weiterer ehemaliger Staatsanwalt angehört und das im Grunde mit einem Who is Who der führenden „White Collar Crime“ Experten vergleichbar ist.

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Auch Full Tilt hat natürlich keine Kosten und Mühen gescheut und eine der besten Anwaltsfirmen der USA zur Verteidigung engagiert. Es handelt sich hierbei um die aus Philadelphia stammende Kanzlei Cozen O’Connor, die ebenfalls in zahlenreichen Rankings auf Spitzenplätzen auftaucht. Verglichen mit der Kanzlei, die PokerStars beauftragt hat und der unter anderem ein Anwalt angehört, der vor wenigen Jahren noch den Job des Chefanklägers gemacht hatte, wirkt Cozen O’Connor allerdings ein wenig unspektakulär. Ob und von wem sich Absolute Poker vertreten lässt, ist noch nicht bekannt.

Auf jeden Fall darf man sich auf ausgesprochen spannende Prozesse einstellen, deren Ausgang trotz der sehr klar formulierten Vorwürfe mehr als offen ist. Zahlreiche Kommentatoren rechnen damit, dass es schlussendlich auf einen milliardenschweren Vergleich hinauslaufen wird, was zu diesem Zeitpunkt aber noch reine Spekulation ist.

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