Ende Februar meldete Federated Sport+Gaming, Mutterfirma der Epic Poker League, der Heartland Pokertour und des World Poker Indexes Insolvenz an. Hoffnung verbreiteten die Verantwortlichen um die Vorsitzende der EPL Annie Duke und den CEO der FSG Jeffrey Pollack in den darauf folgenden Wochen trotzdem. Nun kam heraus, dass der Schuldenstand fast doppelt so hoch ist, wie ursprünglich angenommen. Vor allem die nun offen gelegten Gehälter der Führungskräfte gelten als Skandal und lassen hinter dem gesamten Projekt immer stärker kriminelle Energien vermuten.

Dann ging den Verantwortlichen nach dem ersten Event tatsächlich schnell die Luft aus und schon nach acht Monaten stand da Ende Februar die Insolvenz. Halb so schlimm sei das, so der einstige Sprecher der WSOP Jeffrey Pollack. Immerhin habe man nun, trotz eines Schuldenbergs von fünf Millionen Dollar die Chance das Unternehmen neu zu strukturieren und wieder zum Laufen zu bringen.
So richtig geglaubt hat ihm das natürlich schon damals keiner. Und nun, nachdem vor ein paar Tagen neueste Details über Gehälter und Bankgeschäfte ans Licht gekommen sind, muss sich vor allem Pollack fragen, wie er seinen bis dato tadellosen Namen in Zukunft wieder reinwaschen kann.
Denn seine Firma ist in einem noch weit schlechteren Zustand als bisher angenommen. So schlecht, dass man sich mittlerweile tatsächlich fragen darf, ob hinter dem gesamten Projekt jemals ein wohlmeinendes Interesse gesteckt hat.
So sollen sich die Verbindlichkeiten der Gesellschaft auf fast acht Millionen belaufen, während das Einkommen lediglich 37.052 Dollar betrug. Skandalös sind in dem Zusammenhang vor allem die Gehälter zu nennen. Fünf der Führungskräfte von Federated Sports and Gaming bekamen mehr als eine Million Gehalt. Den größten Batzen strich dabei Howard Lederers Schwester Annie Duke mit 300.000 Dollar jährlich ein. Für Jeffery Pollack waren es immerhin noch 225.000 Dollar.







