US Senator McCain spielt Online Poker während Debatte über Militärschlag gegen Syrien

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John_McCain_official_portrait_2009_300x300_scaled_croppSyria Secretary of State John Kerry
Gestern veröffentlichte die Washington Post ein Foto, das für viel Aufregung sorgte. Es zeigt den US Senator John McCain wie er online Poker auf seinem Handy spielt, während einer Debatte über einen möglichen Militärschlag gegen Syrien.

Schon bald wird der US Kongress darüber abstimmen, ob die USA militärisch im Syrien Konflikt eingreift und bei einem Krieg interveniert, der bereits mehr als 100.000 Menschenleben gekostet hat. Man könnte annehmen, dass ein solch ernstes Thema zumindest die volle Aufmerksamkeit der Abgeordneten hat und mit Ernsthaftigkeit gewürdigt wird. Doch während einer Senats Debatte über das Für und Wider und die Details eines Militärschlags gegen Syrien vertrieb sich der Republikaner John McCain lieber die Zeit mit online Poker. Zwar sind auf dem Foto nur die Hände und das Telefon zu sehen, doch die Washington Post Fotografin Melina Mara versicherte, dass es sich um McCain handelt und veröffentlichte das Bild im Live Blog zur Debatte.

Und als sei McCains Verhalten nicht schon respektlos genug, äußerte er sich anschließend auch noch in sarkastischem Ton auf Twitter: „Skandal! Ich wurde erwischt beim Spielen auf meinem  iPhone während einer dreistündigen Senatssitzung – und am schlimmsten, ich habe verloren!“

Selbstverständlich sorgte sein Verhalten und die anschließenden Äußerungen sofort für angeregte Diskussionen und Antworten auf Twitter. So schrieb der Autor Phil Plait beispielsweise treffend ironisch: „Ja, wir sollten nicht erwarten, dass ein Senator für 3 Stunden aufmerksam bleiben kann. Es geht ja nur darum, wieder einmal ein Land zu bombardieren.“

Nachdem das Bild vom Poker spielenden Senator an die Öffentlichkeit kam, gab McCain im Interview mit CNN zu, während der Sitzung gezockt und tausende Dollar verloren zu haben. Amüsiert fügte er wenig später hinzu, dass es sich natürlich nur um Spielgeld gehandelt habe.

Foto: Washington Post/Melina Mara