Wegen Bluffs – PokerStars-Werbung in Großbritannien verboten

Tja, Bluffen kann eben nicht jeder...
Tja, Bluffen kann eben nicht jeder...
Tja, Bluffen kann eben nicht jeder…

Marktführer PokerStars darf in Großbritannien einen Werbespot nicht mehr ausstrahlen.

Die britische Werbeaufsichtsbehörde ASA entschied, dass der Spot „verantwortungslos“ sei und den „Leichtsinn“ fördere.

In dem Film, der Ende Oktober 2017 erstmals ausgestrahlt wurde, sagt eine Stimme aus dem Off unter anderem folgende Worte: „Das ist der Moment, in dem du nur noch mit einem Bluff gewinnen kannst, dann rastest du aus, doch denk an all die Momente, in denen du dich selbst getäuscht hast. … Nutze dieses Talent, denn wer sich selbst täuschen kann, kann gegen jeden bluffen. PokerStars, Du bist schon ein großartiger Pokerspieler!

Laut der ASA wurde mit dem Spot suggeriert, dass selbst unerfahrene Spieler Erfolg beim Poker haben könnten, und aus diesem Grund wurde er als verantwortungslos eingestuft.

Außerdem hieß es: „Für den Erfolg beim Poker braucht es eine Kombination aus Strategie, Können und Glück, und um erfolgreich bluffen zu können, muss  man nicht nur Erfahrung haben, sondern alle diese Aspekte verstanden haben.

PokerStars versuchte zwar mit einigen juristischen Winkelzügen, der ASA zu widersprechen, etwa dahingehend, dass die Chips in dem Spot kein Geld, sondern die Entwicklung des Spielers widerspiegeln würden, doch ausgestrahlt werden darf der Film trotzdem nicht.

 

 

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cresspahl

cresspahl ist seit rund 20 Jahren der Pokerszene verbunden – als Redakteur, Übersetzer, Blogger und Cashgame-Spieler, dessen gesamte Bankroll nach dem Black Friday 2011 über ein Jahr eingefroren war. Er arbeitete für die führende deutsche Pokerzeitschrift und war für insgesamt vier Online-Pokermagazine tätig. Außerdem stammen die Übersetzungen fast aller deutschsprachigen Pokerbücher aus seiner Feder. Sein Lieblingspokerort ist das Casino Schenefeld, seine Lieblingshand ist T9s.