Cheap in Vegas – für kleines Geld nach Sin City

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In Las Vegas ist alles groß. Wenn man zum ersten Mal vom Flugzeug aus den Strip erspäht, kann man schon erahnen, was einen dort unten erwartet. Tritt man aus dem Flughafen ins Freie, wird die Ahnung schon konkreter. Biegt man dann in den Las Vegas Boulevard ein, ist man sich endgültig sicher, das kann nicht wahr sein!

„Sin City“ ist nicht nur das Mekka der Pokerspieler. Es ist ein 24-Stunden-Abenteuer- Spielplatz für Erwachsene. Hier kann man alles und bekommt alles. Zu jeder Zeit. Vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld. Keine Suite ist zu groß, keine Limousine zu lang und keine Attraktion zu verrückt, als dass man sie nicht hier irgendwo finden könnte. Aber kann man in dieser Stadt der Superlative auch für kleines Geld Spaß haben? Geht das? Na klar!

Zunächst einmal klingt das fantastisch, aber diese Stadt ist so verrückt, dass es einen Versuch wert ist! Fangen wir also an. Punkt Nummer eins und ganz wichtig für dieses Vorhaben ist die richtige Reisezeit. Am besten eignen sich die Tage vor und um Weihnachten, oder aber der Hochsommer, also die klassische WSOP- Zeit. Dann pendelt sich das Thermometer gerne um die 45 Grad Celsius ein und eigentlich will sich das freiwillig niemand antun. Daher kann man zu der Zeit viele Angebote in Sachen Flügen und Hotels finden.

Vorbereitung ist alles!

Dazu muss man aber – genau wie bei den Hotels – die richtige Buchungszeit abpassen. Normalerweise ist die etwa zwei Monate vor dem Trip. Dann sollte man sich ein oder zwei Tage Zeit nehmen und Angebote vergleichen. Bei den Hotels gilt das noch viel mehr als bei den Flügen. Hat man das Hotel seiner Wahl gefunden, kann man sich gezielt auf die Suche nach Coupons und Vouchern machen. Die werden in verschiedenen Foren immer wieder angeboten. Oder aber direkt auf der Seite des Hotels selbst. Oft lohnt hier auch ein kurzer Anruf beim Hotel mit dem Hinweis auf das entdeckte Angebot. Zwar wird man den Preis nicht mehr unterboten bekommen, aber man kann hier für das gleiche Geld vielleicht ein Upgrade für eine bessere Zimmerkategorie herausholen.

Und nun geht’s um den Spaß vor Ort! Auch hier kann man sich schon von Deutschland aus über Seiten wie vegas.com schon mal verschiedene Coupon-Angebote organisieren. Je nachdem, ob man sich ein Gratis-T-Shirt abholen möchte, oder aber ein Päckchen Karten. Interesse an Gratisguthaben fürs Black Jack oder am Slot-Automaten? Man findet hier Tipps für alle Lebenslagen. Natürlich darf auch das Essen nicht zu kurz kommen. Abgesehen von den „2-for-1“-Angeboten, bei denen man quasi 50% Rabatt bekommt, sofern man zu zweit ist, gibt es auch einen genauen Fahrplan, wann was wo gerade „hot“ ist! 

Auf bigempire.com gibt eine Übersicht der „Graveyard Specials“. Diese starten meist gegen 23 Uhr. Wer also keinen allzu nervösen Magen hat und danach nicht direkt ins Bett will, kann dabei gut und günstig essen. Aber auch tagsüber bekommt man für maximal 10 Dollar in vielen Läden eine vernünftige Mahlzeit aufgetischt.

Der Las Vegas Boulevard

Weiter zum Strip! Es ist erstaunlich, was man in dieser Stadt so alles anstellen und bestaunen kann, ohne einen einzigen Dollar auszugeben. An die 20 Attraktionen werden es auf jeden Fall, die man erst einmal abklappern kann. Und da sind die Casinos noch nicht eingerechnet. Denn die sind oft auch schon ein Abenteuer für sich. So zum Beispiel das Caesars oder aber das City Center mit eigener Monorail! Angefangen mit den „Fountains at Bellagio“, die ein absolutes Muss sind und an denen man sich immer wieder erfreuen kann, bis hin zum „Lion Habitat at MGM Grand“. Nahezu jedes große Casino am Strip bietet etwas an. Eine Piratenshow vor dem Treasure Island, gleich nebenan vor dem Mirage gibt es bei Anbruch der Dunkelheit einen Vulkanausbruch zu bestaunen. Ein Spektakel, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Aber das ist nur der Anfang. Eine Google-Suche „Las Vegas free to see“ liefert unzählige Treffer und wenn man hier nur die erste Seite „abarbeitet“, wird einem die Woche in Las Vegas bei Weitem nicht ausreichen.

Den nächsten Schritt zu Angeboten, Vergünstigungen und Special Deals kann und sollte man dann vor Ort machen. Auf einer ausgedehnten Casino Tour holt man sich einfach, wann immer möglich die Player Card des Hauses. Diese gibt es gratis und oft sind damit schon Boni verbunden. Entweder $10 Guthaben fürs Casino, weitere Voucher für Restaurants oder Shows und und und. Diese Gelegenheit hat man aber nur beim ersten Mal. Doch sollte man hier zuschlagen. Wir haben unser Budget nicht weiter strapaziert und schon viel gesehen. Aus den Angeboten kann man sich nun locker eine Show gönnen, schon mal das ein oder andere Souvenir ergattern oder einen Thrill-Ride wagen. Bevor man sich zu etwas hinreißen lässt, sollte man in jedem Fall erst einmal überlegen, ob es dafür nicht einen Coupon geben könnte. Und in fast immer wird die Antwort „Ja“ lauten.

Nun geht’s aber los zur WSOP. Schließlich ist das einer der Hauptgründe, warum wir hier sind. Die WSOP findet etwas abseits vom Strip im Rios statt, aber auch das ist kein Problem. Da ein Fußmarsch bei den Temperaturen keine wirkliche Alternative ist, nimmt man am besten ein kostenloses Shuttle vom Strip weg (Harrahs Casino). Damit kann man etwa alle 15 Minuten vom Strip aus zur WSOP fahren und auch wieder zurück. Die Fahrzeuge sind voll klimatisiert und meist erzählen die Fahrer auch noch die eine oder andere nette Anekdote. Man durchschreitet das Rios bis zum Convention Center und ist erst einmal platt. Tritt man in den Pavillion Room, sieht man auf über 5100 qm nichts als Pokertische. Voll besetzt mit Menschen. Und es klickt und klappert von jedem Tisch. Es gibt wohl keinen Pokerspieler, der bei diesem Anblick nicht in Entzücken gerät. Das muss das Paradies sein! Bis man sich hier satt gesehen, nach und nach alle Events abgeklappert hat, schmerzen einem vom vielen Laufen die Beine.

Wir haben schon viel gesehen von der Stadt. Spätestens jetzt sollte man eine Idee haben, worauf man wirklich noch Lust hat. Zum Beispiel Shopping! Das Zauberwort heißt Outlet-Center. Manche Outlet- Center bieten sogar kostenlose Shuttle-Busse an, sodass man sich das Taxi auch sparen kann. Hier kann man nach Herzenslust Geld ausgeben. Und sparen. Viele Marken werden hier drastisch reduziert angeboten. 

In Las Vegas ist alles groß. Aber man muss dafür nicht immer groß bezahlen.

Las Vegas für den kleinen Dollar ist machbar. Sogar ganz gut und ohne groß verzichten zu müssen. Mit ein bisschen Vorbereitung kann man eine der faszinierendsten Städte kennenlernen und seine Bankroll schonen. Die wird am Pokertisch schon genügend beansprucht.