Snoop Dogg spielt Poker – zumindest auf dem Album-Cover von „I wanna thank me“

Seit dem 16. August ist das neue Album von Snoop Dogg auf dem Markt. „I Wanna Thank Me“ ist der Titel, der nicht gerade vor Understatement strotzt. Dementsprechend sieht das Cover aus, auf dem der Rapper anstelle der tierischen Protagonisten in „Dogs playing Poker“ selber in siebenfacher Ausführung am Pokertisch sitzt. Die sieben alter Egos sind eine Reminiszenz an sieben Etappen im künstlerischen Leben des Skandal-Musikers.

Sieben Poker spielende Snoop Doggs statt Poker spielender Hunde

Die Bilderserie von Cassius Marcellus Coolidge „Dogs playing Poker“ umfasst die mit am meistgenutzten Gemälde für kitschige Deko-Motive. Fast jeder hat die Bilder der 18-teiligen Serie, die um 1900 entstanden ist, schon irgendwo gesehen. Snoop Dogg hat auch abseits der HipHop-Szene einen riesigen Bekanntheitsgrad, also was liegt da näher als beides zusammenzubringen. – Und wann waren Dogs schon mal cooler als beim Pokerspiel?!



22 Tracks mit massig Kollabos

Die Westcoast-HipHop-Ikone ist als in sieben Schaffensphasen zu sehen, unter anderem als junger aufstrebender HipHopper mit Basecap, als Doggy Dogg mit den charakteristischen Dread-Zöpfen, als The Doggfather, als Snoop Lion, mit Afro, als Businessman und als Gangsta. Ebenso vielfältig ist auch das neue Album, in dem in 22 Tracks und vielen Kollaborationen (u.a. mit Wiz Khalifa, Jermaine Dupri, Chris Brown oder Nate Dogg) alle Stereotypen des Gemäldes bedient werden.

Darum dankt Snoop Dogg sich selbst

Auslöser für die namensgebende Selbst-Danksagung, war der Erhalt des eigenen Sterns auf dem Hollywood Walk of Fame. Bei der Einweihung hielt Snoop Dogg im Business-Outfit eine Dankesrede, die an Dr. Dre, aber eben auch zu großen Teilen auch an sich selbst gerichtet war.

Tracklist für das perfekte Poker-Mindset

Obwohl das Album keinen Poker-Background hat, liest sich die Tracklist wie ein How-to für das perfekte Poker-Mindset. Während „Focused“ natürlich das sein sollte, was alle Spieler am Tisch sind, können die Tracks „What U Talkin‘ Bout“ und „So Misinformed“ gut die Stimmung ausdrücken, wenn man eine kritische, unangenehme Spielentscheidung treffen muss. Sollte die Rivercard dann passen („I’ve Been Looking For You“), steht dem „Rise to The Top“ nichts mehr im Wege. Ist dann der „First Place“ eingetütet, wird es Zeit für „I Wanna Thank Me“ … und wer weiß, vielleicht sogar für einen „New Booty“.

 

…und wer noch mehr Poker spielende Hunde in Aktion sehen möchte, findet die natürlich auch bei Snoop Dogg – in „What’s my Name?“:

 

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Jan Schwarz

Jan Schwarz hat in Bamberg, Hannover und an der DJH in Aarhus (DK) Journalistik studiert. Er schreibt seit drei Jahrzehnten für Tageszeitungen, Sportmagazine und Sportagenturen. Vor allem seine Recherchearbeit zeichnet ihn aus. Seit 2006 war er für fast alle gängigen Pokermedien im Einsatz, u. a. als Chefredakteur von „donkmag“ und „Pokerblatt“. Am Pokertisch war und ist er rund um den Globus an den Turniertischen zu finden. Im WSOPE Main Event 2008 in London war er als 42. bester deutschsprachiger Teilnehmer. – Neben Poker verfolgt der sportbegeisterte Redakteur vor allem Motorsport, Radsport, Tennis und Politik. Außerdem ist er im Bereich Trading Cards und Collectibles ein wandelnder Almanach.