Toma gewinnt sein zweites EPT Prag High Roller / Eibinger, Speranza & Kempe am Finaltisch

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Am Schlusstag der PokerStars European Poker Tour Prague im King’s Prag, dem ehemaligen Atrium Casino, stand mit dem Finaltag des €10.300 High Roller ein würdiger EPT-Abschluss auf dem Programm. 17 Spieler hatten sich unter den 255 Entries hierfür qualifiziert. Die 31 Preisgeldränge waren bereits am Montag erreicht worden. Während der Schwede Simon Löfberg als Chipleader in Tag 3 ging, waren mit Matthias Eibinger, Rainer Kempe und Gianluca Speranze auch noch 3 heiße deutschsprachige Eisen im Rennen um den Titel und €523.120 Top-Prämie!

EPT Prag Event #39 €10.300 High Roller – Chipcount Tag 3

NameCountryChipsTableSeat
Simon LöfbergSweden220500015
Masato YokosawaJapan168500023
George WolffUSA111500034
Yunye LuChina108500017
Kemal AslanTurkey85000035
Gianluca SperanzaAustria72000024
Ludovic GeilichUK67500016
Arsenii KarmatckiiRussia66500028
Matthias EibingerAustria60500026
Thi NguyenFrance59500018
Rainer KempeGermany50500021
Simon PedersenDenmark50500032
Fahredin MustafovBulgaria46000037
Bhavin KhatriUK42500012
Tsugunari TomaJapan41000031
Daniel DvoressCanada18500022
Sam GreenwoodCanada11000011

Über 2,5 Millionen Euro waren in dem Event zusammengekommen. Der Löwenanteil davon sollte natürlich erst am Finaltisch vergeben werden. Auf dem Weg dorthin erwischte es als erste die einzige im Turnier verbliebene Dame. Die Viatnamesin Thi Nguyen musste mit dem Tagesmincash von €32.900 die Rückreise zu ihrem Wohnort in Frankreich antreten. Während ihr mit EPT €25.000 Single Day High Roller II Champion Sam Greenwood einer der beiden Shortstacks auf dem Fuße folgte (16., €32.900), konnte sich der zweite Shortstack im Besitz von Daniel Dvores bis auf Platz 12 nach vorne schieben und €40.320 gewinnen. Keinen Platz am Finaltisch fand auch partypoker Pro Ludovic Geilich. Der Brite wurde als 10. für €45.270 Finaltable-Bubbleboy.

EPT Prag Event #39 €10.300 High Roller – Chipcount Final Table

NAMECOUNTRYCHIP COUNTBBsSEATTIME EXTENSIONS
Simon LöfbergSweden25300006312
Matthias EibingerAustria22150005542
Yunye LuChina20400005123
Tsugunari TomaJapan17650004475
Simon PedersenDenmark11000002894
Masato YokosawaJapan10700002767
Gianluca SperanzaAustria7750001937
Rainer KempeGermany6300001655
George WolffUSA6100001586

Simon Löfberg konnte seinen Chiplead mit an den Finaltisch nehmen. Über 60 BBs hatte der Schwede in seinem Stack. Ihm auf den Fersen waren Matthias Eibinger (55 BBs), Yunye Lu (51 BBs) und Tsugunari Toma (44 BBs). Natürlich sind die High Roller einander gut bekannt und treffen an den Finaltischen immer wieder auf vertraute Gesichter, doch der Japaner Toma hatte in dieser Woche bereits ein EPT High Roller in Prag gewonnen. Anscheinend fühlte er sich im Casino des Hilton Prag so wohl, dass er seinen Platz nicht so einfach verlassen wollte. Trotzdem sah es für die beiden Japaner Toma und Yokosawa nach einem kurzen Final Table Auftritt aus, waren sie schnell die Shortstacks. Dennoch überlebten sie das Ausscheiden von George Wolff auf Platz 9 (€53.430), der zwar mit Qc Qd den richtigen Call auf das All-In von Rainer Kempe mit Ah 9h machte, aber das Ass im Board nicht vermeiden konnte. Seine Nemesis Kempe erwischte danach jedoch 2 Cooler in Folge: Zuerst war sein Ac Ks nicht gut genug für 5s 5c von Speranza, dann musste der Deutsche gegen den 3-Bet-Shove von Löfberg mit einem Call von Jc Jd Farbe bekennen. Die Kd Kh, die der Schwede umdrehte, bedeuteten allerdings das Aus für Kempe und €64.560 Preisgeld. Zu siebt gingen die Spieler anschließend in die Pause.

Gianluca Speranza

Eibinger kennt nur eine Geschwindigkeit: Go!

Nach der Pause war der Finaltisch dann mehr oder weniger eine Ein-Mann-Show: Zuerst warf Matthias Eibinger den Japaner Masato Yokosawa mit Ah Th gegen Ks Js aus dem Rennen, anschließend war der Kompagnon von Feder Holz bei Pokercode fast an jeder Hand beteiligt. Ohne Angst davor, für all seine Chips sein Turnierleben zu riskieren, gewann der Österreicher Hand um Hand und lag schnell mit 4,5 Millionen Chips in Führung. Dabei langte er auch bei den Chips seines Pokercode-Teampartners und Look-Alikes Simon Pedersen zu. Für das nächste Bustout war dann allerdings der Chinese Yunye Lu verantwortlich, der den 3-Bet-Shove vom italienischen Wahl-Österreicher Gianluca Speranza mit Kc 8d callte, während sein Kontrahent zwar Ad Qd hielt, aber dessen Hand nicht auf dem Board. Schmerzensgeld für den Österreicher: €120.950! Mit zeitweise 5,2 Millionen der 12,75 Millionen Chips im Umlauf sorgte der Mann in orange, der auch für eine weihnachtliche Kopfbedeckung gesorgt (oder eine Wette verloren) hatte, für jede Menge Action. Das ging gut, bis er mit €Tc] Td pre-flop in die Jd Js von Toma lief. In der Folge wurde die Spielfrequenz letzten deutschsprachigen Spielers zwar nicht geringer, doch in das lange Dinnerbreak, ging er auf Augenhöhe mit dem Chipcount des Japaners.

Matthias Eibinger

Toma übernimmt das Ruder

Nachdem Eibinger drei Hände in Folge gegen Pedersen verloren hatte, waren die beiden Pokercode-Spieler chiptechnisch mit 2,6 Millionen gleich auf, doch Toma nahm jetzt das Heft in die Hand und enteilte ein wenig. Nachdem Toma mit einer großen Portion Chips von Pedersen auf knapp 6 Millionen aufstocken konnte, bustete Löfberg schließlich Yunye Lu, in einem 60:40-Szenario, was für den Chinesen gleichbedeutend mit einem Cashout von €159.290 war. Das folgende interne Pokercode-Duell wurde in zwei aufeinanderfolgenden Händen Matthias Eibinger zum Verhängnis, der erst Kh Qc gegen 7c 7h verlor und in der Folge ultrashort Ks Jh gegen Qd 7d. Für Platz 4 durfte Eibinger €201.340 beim Cashier abholen. Im Schlepptau musste auch der andere in Pokercode-Orange gekleidete Spieler seinen Platz räumen. Simon Pedersen verlor im skandinavischen Duell gegen Namensvetter Löfberg Js Jc unglücklich gegen Ad 8s, was ihm aber zumindest €248.340 in die Sweatshirt-Tasche spielte.

Simon Pedersen

Heads-Up in 2 Händen entschieden

Wer sich bei dem nahezu ausgeglichenen Chipcount von 6,4 zu 5,8 Millionen Chips zugunsten von Toma auf ein langes japanisch-schwedisches Heads-Up eingestellt hatte, wurde enttäuscht: Nach der ersten Hand, die Löfberg auf einen 4-Bet-Shove foldete, kam es direkt danach zum All-In und Call. Den Auto-Call auf die 3-Bet von Toma machte der Schwede mit Ac Ks, während der Japaner seine dominierte As 8s umdrehte. Doch das Board Qc Js 8c 7c 2s meinte es gut mit Toma. Für Runner-Up Löfberg blieben am Ende €352.230 und für Tsugunari Toma €523.120, sowie der 2. Titel in Prag.

EPT Prag Event #39 €10.300 High Roller – Resultat

 EPT Prag 2019 Total Entries:255
Startdatum:15.12.2019 Unique Players:194
Event:#39 Re-Entrues:61
Turnier:EPT High Roller – Single R.E. Total Prize Pool:€2.550.000
Buy-In:€10.000 + €300 Prize Pool paid:€2.473.500 (3% Dealer)
POSNAMECOUNTRYPRIZE
1Tsugunari TomaJapan523120
2Simon LöfbergSweden352230
3Simon PedersenDenmark248340
4Matthias EibingerAustria201340
5Yunye LuChina159290
6Gianluca SperanzaAustria120950
7Masato YokosawaJapan88300
8Rainer KempeGermany64560
9George WolffUSA53430
10Ludovic GeilichUK45270
11Bhavin KhatriUK45270
12Daniel DvoressCanada40320
13Fahredin MustafovBulgaria40320
14Kemal AslanTurkey36610
15Arsenii KarmatckiiRussia36610
16Sam GreenwoodCanada32900
17Thi NguyenFrance32900
18Ashkan FattahiIran29190
19Yake WuChina29190
20Viktor UstimovRussia29190
21Viktor KatzenbergerHungary26710
22Francesco DelfocoItaly26710
23Preben StokkanNorway26710
24Simon MattssonSweden24240
25Artem KhachaturovRussia24240
26Ghassan BitarGhana24240
27Anatoly FilatovRussia24240
28Henrik HecklenDenmark21770
29Danilo VelasevicSerbia21770
30Paul NeweyUK21770
31Krasimir YankovBulgaria21770