WSOP 2020 – Ex-Champion John Cynn hält Absagediskussion für verfrüht

Viele große, in diesem Jahr geplante Sportveranstaltungen wie die Olympischen Sommerspiele in Tokio wurden bereits verschoben, doch für die WSOP gibt es zumindest noch ein Fünkchen Hoffnung.

Während viele Spieler und Beobachter drängen, findet Ex-Weltmeister John Cynn, dass die Zeit für eine Entscheidung noch zu früh sei.

Auf Twitter fragt er, warum andere so ungeduldig seien und nicht noch ein bisschen warten könnten. In einem Monat könne sich noch viel ändern, und absagen könne man dann immer noch.

Viele Spieler wie Daniel Negreanu haben schon vor Wochen prognostiziert, dass die WSOP dieses Jahr wohl kaum stattfinden werde.

Das war zu einem Zeitpunkt, als Präsident Trump noch in der Illusion schwelgte, alles könnte so weitergehen wie bisher.

Doch obwohl die meisten Menschen sich mittlerweile aus Respekt vor dem Virus bzw. ihren älteren Mitbürgern weitgehend zurückgezogen haben, gibt es auch einige Unerschrockene, die sofort dabei wären:

Eine Abstimmung Ende März zeigte das durchaus überraschende Bild, dass immerhin ein Drittel teilnehmen würde, wenn die WSOP wie geplant ausgetragen wird.

Doch wer weiß, ob das Stimmungsbild heute noch genauso aussähe?

In der letzten Woche haben sich die Geschehnisse noch weiter dynamisiert, und auch wenn John Cynn sicher damit recht hat, dass man die WSOP auch noch in einem Monat absagen kann, glaubt heute wohl kaum jemand an eine normale Austragung.

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Rainer Vollmar

cresspahl ist seit rund 20 Jahren der Pokerszene verbunden – als Redakteur, Übersetzer, Blogger und Cashgame-Spieler, dessen gesamte Bankroll nach dem Black Friday 2011 über ein Jahr eingefroren war. Er arbeitete für die führende deutsche Pokerzeitschrift und war für insgesamt vier Online-Pokermagazine tätig. Außerdem stammen die Übersetzungen fast aller deutschsprachigen Pokerbücher aus seiner Feder. Sein Lieblingspokerort ist das Casino Schenefeld, seine Lieblingshand ist T9s.