Niedersachsen verbietet Finanzinstituten Zahlungsverkehr mit Online-Casinos

Wie der NDR berichtet, hat das niedersächsische Innenministerium dem Online-Glücksspiel den verschärften Kampf angesagt.

In einer Mitteilung hat Innenminister Boris Pistorius die Finanzunternehmen aufgefordert, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden und „Zahlungen im Zusammenhang mit unerlaubtem Glücksspiel zu unterlassen“.

Zwar wurde der in diesem Fall gemeinte Dienstleister nicht genannt, laut NDR handelt es sich dabei aber wohl um PayPal.

Boris Pistorius

Das Unternehmen wiederum behauptet, es habe sich aus diesem Geschäftsbereich zurückgezogen.

Schon seit vielen Jahren versuchen Bund und Länder, dem Online-Glücksspiel, das meist in regulierter Form aus anderen Ländern angeboten und bundesweit beworben wird, über den Zahlungsverkehr Herr zu werden und es so auszutrocknen.

Geradezu grotesk mutet es da an, dass in diversen Bundesländern das Online-Glücksspiel mit der Gauselmann-Gruppe als Partner reguliert werden soll – der Firma also, die mit ihren Spielotheken schon etliche Fälle von Spielsucht zu verantworten hat.

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Rainer Vollmar

cresspahl ist seit rund 20 Jahren der Pokerszene verbunden – als Redakteur, Übersetzer, Blogger und Cashgame-Spieler, dessen gesamte Bankroll nach dem Black Friday 2011 über ein Jahr eingefroren war. Er arbeitete für die führende deutsche Pokerzeitschrift und war für insgesamt vier Online-Pokermagazine tätig. Außerdem stammen die Übersetzungen fast aller deutschsprachigen Pokerbücher aus seiner Feder. Sein Lieblingspokerort ist das Casino Schenefeld, seine Lieblingshand ist T9s.