Bundesrat legt 5,3% Pokersteuer vor

Um für die neue Regulierung des Glücksspiels im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrag – GlüStV auch die Besteuerung neu zu ordnen, legte der Bundesrat nun eine neue Steuerordnung vor.

Da jetzt alle Spieler in Gesamtdeutschland legal spielen dürfen, muss nun die Besteuerung dieser neuen Realität, ab 1. Juli, nachkommen. So soll eine 5,3% Steuer (für virtuelles Poker und Automatenspiel) kommen, die sich nach dem „Spieleinsatz“ richtet. Was damit gemeint ist, ist nicht genau klar: Ob es sich hierbei um Buy-Ins, um Pott-Einsätze in Cash Games oder um Cashouts handelt.

Der Entwurf wird nun der Bundesregierung vorgelegt, die dazu Stellung nehmen können. Anschließend wird über das Gesetz im Bundestag von den Politikern der Fraktionen abgestimmt.

Mit der neuen Steuer könnte es weiter schwieriger werden, im Online-Poker zu gewinnen. Nach hohen Rake-Abgaben kommt mit der Steuer eine weitere Ausgabe, die dem Gewinnen entgegen steht.

Aus steuerlichen Gründen sind ein Großteil der deutschen profesionellen Online-Spieler bereits nach Österreich und England umgezogen, diese Entwicklung könnte durch die neue Pokersteuer weiter bestärkt werden. Weiter könnte das Spielen auf nicht-lizensierten oder Crypto-Plattformen dadurch mehr Attraktivität bekommen.

 

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Paul Schmidt

Paul ist seit Juni 2019 Redakteur bei Hochgepokert. In der frühen Jugend über Fernsehübertragungen der WSOP, German High Roller und Poker After Dark auf dem Sport1-Vorläufer DSF zum Poker gekommen. Nach einem Job als Schreiberling bei einer großen deutschen Tech-Zeitschrift bei den Ergebnistabellen der Pokerturniere in aller Welt angekommen. Freut sich am meisten, wenn die Pokerszene Persönlichkeiten und Kontroversen hervorbringt.