
Zwar lagen keine Monate wie zu Zeiten der November Nine zwischen dem Erreichen eines Major Final Tables und der Titelentscheidung, doch eine Woche hatten die WPT Prime Championship Finalist*innen frei. Gestern Nacht gingen dann die letzten 6 von 9.876 Entrys mit sicheren $250.000 im Wynn Las Vegas auf die Jagd nach $1.177.880 Siegprämie und dem Prime-Weltmeistertitel der World Poker Tour.

WPT Prime Championship – Final
Sechs der ursprünglich 9.876 Entrys waren am Samstag vor die Kameras der WPT zurück an den Finaltisch gekommen, den sie vor gut einer Woche mit sicheren $250.000 Preisgeld verlassen hatten. Bei Blinds 1.000.000/2.000.000-2.000.000 kehrten sie zurück ins Level 40, um ihre Jagd nach dem Titel und zusätzlichen $927.880 zu beginnen, worin auch ein $10.400 Ticket für die nächste WPT World Championship enthalten war. Als Chipleader ging Qing Liu mit 63 BBs ins Rennen, der mit Abstand kleinste Stack mit 9 BBs gehörte Safiya Umerova, die die letzte verbleibende Frau in der WPT Prime Championship war.


In 55 Minuten ins Heads-Up
Wer nach 4 Spieltagen, dem Überleben von 8.867 Bustouts und einer Woche Zeit sich zu sammeln und auf den größten Zahltag des vorzubereiten, jetzt zurückhaltende Finalist*innen erwartete, sah sich getäuscht: Nach 18 Händen stand mit Uri Foox der Sechstplatzierte ($250.000) fest, nachdem er vom Hijack mit A8o in die Pocket Kings von Martin del Campo pushte. Trotz des supershorten Stacks von Safiya Umerova war jemand anders ohne weiteren Payjump nach hause. Das bescherte den verbleibenden 5 jeweils weitere $75.000.

Während Aaron Johnson, Qing Liu und Fernando de Campo Kopf-an-Kopf um den Chiplead kämpften, war es 5 Hände später wieder nicht die Überlebenskünstlerin Safiya Umerova, der zur Kasse gehen musste, sondern Tim Burden. Auf das Button-Raise von Fernando del Campo mit A8o callte Tim Burden mit seinen letzten 12 BBs und Pocket 10en als Hole Cards all-in. Das Board brachte kein Ass für del Campo, dafür auf dem River die Straight, was Tim Burden mit $325.000 Payout zum Fünftplatzeierten und alle anderen weitere $105.000 reicher machte.

Wenn sich zwei streiten … freut sich eine Dritte!!
Spätestens jetzt sollte bei 3 Big Stacks mit ca. 50 BBs und einer Spielerin mit gerade einmal 5 BBs die Zeit für Safiya Umerova gekommen sein – so dachte wohl bis auf die US-Amerikanerin jeder. Doch trotz des immensen ICM-Drucks und eines bevorstehenden Payjumps in Höhe von $145.000 war es nicht Shortstack-Ninja Umerova, die auf Rang 4 gehen musste.

Dieser Platz war für den 2nd Chipleader Qing Liu reserviert, der mit einem Raise vom Cutoff die Setzrunde eröffnete, und nach der 3-Bet von del Campo am Button, dann selber eine 4-Bet spielte. Das 5-Bet-All-In kam dann wieder von del Campo, das das Liu dann mit AQo bezahlte. Als er daraufhin AKo von seinem Kontrahenten und Chipleader gezeigt bekam, war die Aufregung bei Zuschauern, Kommentatoren und den Spielern groß, nicht zuletzt bei Safiya Umerova, die nur noch 2,5 BBs auf der Schwelle zum $145k Payjump vor sich liegen hatte. Direkt die Doorcard war ein weiterer König für del Campo, der auch nicht mehr von Lius geturntem Gutshot überboten wurde. Damit verließ der 2nd Chipleader überraschend auf Rang 4 mit $430.000 das Championship Event.

Als absoluter Shortstack gestartet saß Safiya Umerova mit 2,5 BBs nach 28 gespielten Händen immer noch am Final Table und hatte innerhalb von 55 Minuten 3 Payjumps und damit zusätzliche $325.000 mitgenommen. Nach dem Überraschenden Bustout von Liu gingen ihre Chips direkt in der nächsten Hand mit KTo in die Mitte, wo sie in die Pocket Asse von Aaron Johnson rannte. Hier passierte kein Pokerwunder, das sie noch länger im Turnier verbleiben ließ. Auf Rang 3 kassierte die Überlebenskünstlerin des Final Tables $575.000.

2,5 Stunden Heads-Up und ein Deal
Während die anderen 4 im Viertelstundentakt ausgeschieden waren, machten Fernando Martin del Campo und Aaron Johnson keine Anstalten ihren Plätze am Finaltisch ebenfalls schnell aufzugeben. Als Chipleader ging del Campo mit einer 119:46 BB Führung in das finale Duell. Nach 11 Händen hatte der Chiplead allerdings bereits gewechselt. Und es sollte sich zeigen, dass sich das Heads-Up über Stunden sehr offen gestalten sollte.
Etwa nach 40 gespielten Händen im Heads-Up, deutlich mehr als die 29 mit den anderen Finalist*innen gespielten Händen, entschieden sich die beiden Duellanten dazu, die Payouts anzugleichen, also zu einem Deal. Bei einem 207,3:187,9 Millionen Chiplead von Johnson über del Campo wurde das Payout für Rang 2 von $775.000 auf 942.480 erhöht, dementsprechend sollten auf den Sieger $1.010.400 statt $1.77.880 warten.
Nach 58 Händen im Heads-Up (87 insgesamt an Tag 5) war die WPT Prime Championship dann entschieden. Aaron Johnson ging in der Hand mit QTo all-in und wurde von del Campo mit 74o und seinen letzten 3 BBs gecallt. Zwar traf del Campo anschließend eine 7 im Flop, doch der River brachte eine 10 und damit die Entscheidung.

Während Fernando Martin del Campo mit dem ausgehandelten Deal die WPT Prime Championship mit $942.480 nahezu als Pokermillionär verließ, konnte sich Aaron Johnson über $1.010.400 und den WPT Prime Weltmeistertitel sichtlich freuen!

Das Endergebnis des WPT Prime Championship FTs (Day 5)
| Rank | Name | Payout |
| 1 | Aaron Johnson | $1,010,400 |
| 2 | Fernando Martin Del Campo | $942,480 |
| 3 | Safiya Umerova | $575,000 |
| 4 | Qing Liu | $430,000 |
| 5 | Tim Burden | $325,000 |
| 6 | Uri Foox | $250,000 |
Zum kompletten Ergebnis (Payouts 1-1.233) geht es hier!
Hier geht es zum WPT Live-Blog vom WPT Prime Championship Finale!
Player of the Festival – Zwischenstand

Heute bei der WPT World Championship


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