
Nach drei Tagen Super High Roller Action wurde der Super High Roller Bowl X (SHRB X) im PokerGO Studio im ARIA Resort & Casino entschieden. Aus dem überschaubaren aber hochkarätigen 23-köpfigen Teilnehmerfeld waren noch 5 in den Finaltag zurückgekehrt. Um in dem $2.300.000 Preispool zu landen musste allerdings noch ein Spieler das MTT verlassen. Man startete also auf der Stone Bubble, nach der $200.000 Min-Cash warteten, auf den Sieger sogar $1.100.000 und der ikonische SHRB-Ring.

$100.000 Super High Roller Bowl X – Final Day
Nach dem Tag 2 des 3-Day-Events nur 5 Spieler überlebt hatten, befand man sich am Finaltag direkt auf der Money Bubble des SHR-Events mit $100.000 Buy-In. Als Chipleader ging Sam Soverel (USA) ins Finale knapp vor Jason Koon (USA). In der Mitte der 5 Titelaspiranten lag Joao Simao (BRA), ein paar Chips dahinter befand sich Nick Schulman (USA). Shortstack, mit immer noch über 25 BBs, war Jun Obara (JPN).
Der Japaner Obara erwischten einen denkbar schlechten Spot als er mit Pocket Königen in die Pocket Asse von Sam Soverel lief. Auf 3 BBs gecripplet gingen die letzten Chips gegen das A2s Button Raise von Joao Simao mit QJo bei Obara in die Mitte. Das Board brachte allerdings nur einen Gutshot, aber keinen Treffer. So musste der Japaner als letzter Spieler ohne zählbaren Erfolg den SHRB X verlassen, während den anderen $200.000 sicher waren.

Nur wenige Hände später war es Poker Hall-of-Famer Nick Schulman, dessen Chips mit AQ preflop in die Mitte gingen, um sich in einem klassischen Flip den Pocket Buben von Jason Koon gegenüber zu sehen. Zwar kam sogar im Board eine Dame für Schulman, aber ebenso ein Bube für das Set von Koon. Damit verließ Schulman den Super High Roller Bowl X als Vierter mit $200.000 Payout.

Tag-2-Chipleader war dadurch auf den dritten und damit letzten Platz im Chipcount abgerutscht. Trotz eines Double-Ups kam für ihn das Ende auf Rang 3 als er mit Pocket 10en gegen A8 von Jason Koon antrat. Für den Big Stack tauchte zwar kein Ass, dafür aber ein Flush auf, der Sam Soverel mit $350.000 Payout an die Rails schickte.

Im folgenden Heads-Up zwischen Jason Koon und Joao Simao sah alles nach einer schnellen Nummer für den US-Amerikaner aus. Koon ging mit einem 2:1 Chiplead in das finale Duell und konnte seine Führung auf 8:1 ausbauen ehe es in der 13. Heads-Up-Hand zum All-In&Call kam. Das sah mit K9 gegen Q9 bei Simao äußerst vielversprechend aus. Und im Prinzip hätte Koon mit der dominierenden Hand schon fast den Ring überstreifen können. Doch nach 4 Blanks materialisierte sich eine Dame auf dem River, die Simao überraschend wieder Leben einhauchte. Hach einem Double-Up (K8>K5) und einem großen Pot-Gewinn ohne Showdown hatte der Brasilianer sogar den Chiplead inne.

Doch Koon kam zurück und konnte sich seinerseits wieder einen Vorteil bis hin zu einem 7:1-Chiplead erspielen. Als Simao dann mit K5 all-in ging, musste Koon mit KQ als Hole Cards nicht langen überlegen und bezahlte die Bet. Doch abermals meinte es der Pokergott gut mit Simao – sogar sehr gut: Nicht eine 5 erschien im Board, nicht zwei, sondern gleich drei 5en, die dem Brasilianer Quads und ein Double-Up verschafften. Beim nächsten All-In fand Simao gegen den Koons OPush mit Pocket 8en in seinen Hole Cards Pocket Asse. Damit konnte er noch einmal voll aufdoppeln und wieder den Chiplead übernehmen.
Nach 4 Stunden intensiven Heads-Up-Spiels kam es zum nächsten All-In & Call und wieder musste Joao Simao um sein Turnierleben fürchten: Ein drittes Mal war er dominiert und bereit Jason Koon zum Ringgewinn zu gratulieren, als er mit A5 gegen die Pocket 10en von koon deutlich hinten lag. Doch ein weiteres Mal waren ihm die Karten wohl gesonnen, und ein Ass erschien im Board.

Damit hatte der Chiplead erneut gewechselt und Simao hatte nun einen 4:1 Vorteil. Als Jason Koon mit Pocket 5en all-in ging, bezahlte Simao mit dem Chipleaderstack und Pocket 8en. Diesmal gab es kein Pokerwunder und die bessere Hand gewann das All-In. Damit finishte Jason Koon auf einem für ihn unbefriedigenden zweiten Rang, nachdem er den größten Teil des Turniers Chipleader war und im Heads-Up seinen Kontrahenten dreimal covered & called in den All-In Situationen dominierte. Als Trostpflaster erhielt er $650.000.

Die $1.100.000 Siegprämie ging an Joao Simao, der nach einem NAPT Event Gewinn für $174.600 und dem $150k 8-Handed WSOPP/Triton Erfolg für $3.067.000 den zweiten PokerGO Tour Erfolg des Jahres einfahren konnte. Auf dem Siegerfoto konnte er als Super High Roller Bowl Champion seiner Partnerin den begehrten Ring anstecken, während er sich lieber ein Bündel Scheine von der auf dem Tisch drapierten Siegprämie einsteckte.

| Place | Name | Country | Prize |
| 1st | Joao Simao | Brazil | $1,100,000 |
| 2nd | Jason Koon | United States | $650,000 |
| 3rd | Sam Soverel | United States | $350,000 |
| 4th | Nick Schulman | United States | $200,000 |
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