5 Top Poker-Highlights aus dem Jahr 2025!

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Das Poker-Jahr 2025 brachte uns einiges an Highlights mit Rekorden, Drama und Unterhaltung – genau, wie es sein sollte. Grund genug, am letzten Tag des Jahres zurückzuschauen und ein paar dieser Highlights zusammenzufassen.

5. WSOP Paradise: Rekorde, Karibik und ein österreichischer Triumph

Zum Jahresende verlagerte sich der Fokus in die Karibik. Die WSOP Paradise auf den Bahamas setzte neue Maßstäbe und sprengte mit ihrem Super Main Event alle bisherigen Rekorde außerhalb von Las Vegas. Das $25.000 Super Main Event hatte $60.000.000 garantiert und sammelte am Ende Buy-ins von $72.275.000 – der größte Preispool, der jemals außerhalb des WSOP Main Events in Las Vegas geschaffen wurde.

Am Ende triumphierte mit Bernhard Binder ein Österreicher, der sich nicht nur den Titel, sondern auch eine saftige $10.000.000-Auszahlung sicherte.

4. Die Rückkehr der Poker-Bösewichte

Neben großen Siegen lebte das Pokerjahr 2025 auch von Konflikten, Egos und Reibungspunkten. Allen voran Martin Kabrhel, der mit provokantem Auftreten, lautstarkem Table Talk und wiederkehrenden Diskussionen mit Gegnern und Turnierleitungen für Schlagzeilen sorgte. Seine Präsenz polarisierte – sportlich erfolgreich, medial ständig umstritten.

Auch Will Kassouf war 2025 wieder ein Thema. Der Brite, bekannt für extremes verbales Spiel und Grenzüberschreitungen, sorgte erneut für Debatten über Fair Play, psychologische Kriegsführung und die Frage, wie viel „Show“ Poker verträgt. Das Jahr zeigte: Poker sehnt sich offenbar wieder nach Charakteren – auch wenn sie anecken. Die Villains sind zurück, und sie erzeugen Aufmerksamkeit, ob man will oder nicht.

Will Kassouf

3. Home Games unter Beschuss: Durchgreifen bei $100 oder $100.000 Spielen

Gleich mehrere spektakuläre Razzien sorgten weltweit für Kopfschütteln – und für eine Grundsatzdebatte über Verhältnismäßigkeit.

In den USA rückte ein groß angelegter Komplex rund um illegale High-Stakes-Home-Games ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Ermittlungen gegen ein Netzwerk, dem Verbindungen zu professionellen Sportlern – darunter bekannte Namen aus dem NBA-Umfeld – sowie organisierter Kriminalität vorgeworfen wurden, mündeten in Verhaftungen, Anklagen und Vermögensbeschlagnahmungen. Der Aufwand war enorm, die mediale Aufmerksamkeit ebenso. Unstrittig ist: Hier ging es nicht um harmlose Küchentisch-Pokerabende, sondern um hochdotierte Spiele mit betrugsähnlichen Strukturen.

Ganz anders – und deutlich kontroverser – präsentierte sich ein Fall in Schweden. Dort stürmten schwer bewaffnete Polizeieinheiten einen privaten Pokerabend in Stockholm, unterstützt von bewaffnetem Einsatzkommando. Das Buy-in lag Berichten zufolge bei €100. Bilder der Razzia verbreiteten sich rasant in der Pokerwelt und lösten massive Kritik aus: Der staatliche Zugriff wirkte aus Sicht vieler Spieler und Beobachter völlig unverhältnismäßig. 2025 zeigte damit deutlicher denn je, wie unterschiedlich Länder Poker rechtlich bewerten – und wie schnell Hobbyspieler ins Visier geraten können.

2. Frauen schreiben Geschichte: 2025 als Wendepunkt

2025 war ein Meilenstein für Frauen im Poker. Mit Leo Margets schaffte es erstmals seit vielen Jahren wieder eine Frau an den Finaltisch des WSOP Main Events. In einem Feld von Tausenden behauptete sie sich über Tage hinweg auf höchstem Niveau und setzte damit ein Signal, das weit über das Turnier hinausging. Ihr Run war kein Zufall und kein Märchen, sondern das Resultat von Erfahrung, Disziplin und Konstanz.

Parallel dazu dominierte Shiina Okamoto die Ladies-Events wie kaum eine andere zuvor. Ihre Ergebnisse waren nicht nur beeindruckend, sondern historisch – ein zweiter Platz im WSOP Ladies Event im Jahr 2023, ein Sieg im Jahr 2024 und ein weiterer Sieg in diesem Jahr!

Shiina Okamoto (JPN)

1. Mike Mizrachi: Ein Doppel, das es nie wieder geben wird

Sportlich überstrahlte 2025 alles, was Mike ‚The Grinder‘ Mizrachi an den Pokertischen leistete. In einem Jahr schrieb er Geschichte, wie sie selbst im Poker selten ist.

Zunächst sicherte sich Mizrachi zum vierten Mal in seinem Leben den Sieg in der $50.000 Poker Players Championship, dem vielleicht anspruchsvollsten Turnier der Welt. Damit stellte er einen Rekord auf, der bereits für sich genommen außergewöhnlich gewesen wäre. Doch er setzte noch einen drauf: Wenige Wochen später gewann er auch das $10.000 WSOP Main Event und krönte sich zum Weltmeister.

Beide Titel in einem Jahr zu holen – das prestigeträchtigste Mixed-Game-Event und das wichtigste No-Limit-Turnier der Welt – ist eine Kombination, die kaum reproduzierbar erscheint. Unterschiedliche Formate, riesige Felder, monatelange Belastung: 2025 war das Jahr, in dem Mike Mizrachi endgültig in eine eigene historische Kategorie aufstieg.

Michael Mizrachi (USA)

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