Der legendäre Betfair-Bug: Millionenschaden bei Sit & Gos!

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Wer erinnert sich nicht an die zarten Anfänge des Online-Poker, in denen noch nicht alles so professionell war wie heute.

Zumindest die Älteren unter unseren Lesern haben Seiten wie PKR, Ultimate Poker oder Full Tilt Poker noch gut in Erinnerung, die auf unterschiedliche Art für Schlagzeilen sorgten.

So alt wie die Geschichte des Online-Poker ist auch der immer wiederkehrende Versuch zu betrügen – sei es von Betreiberseite wie bei Ultimate Poker oder vonseiten der Spieler wie in vielen anderen Fällen.

Ein besonders bizarrer Fall ereignete sich 2008 bei Betfair. Dort entdeckten einige findige Spieler einen Softwarefehler, der bei 6-max Sit & Gos zu garantierten Gewinnen führte.

Irgendwie hatten die Spieler herausgefunden, dass bei diesen Turnieren zu viel Preisgeld ausbezahlt wurde, wenn alle Spieler in der ersten Hand All-In gingen.

Es passierte nämlich Folgendes: Der Spieler, der die Hand gewann, erhielt das Preisgeld für Platz 1, doch das Preisgeld für Platz 2 wurde an alle fünf Spieler ausbezahlt, die gleichzeitig ausgeschieden waren.

Eine teure Angelegenheit für den Anbieter Betfair, der den Fehler erst nach einiger Zeit entdeckte. Während dessen war ein Gesamtschaden von ca. 1,7 Millionen Dollar aufgelaufen, den Betfair zumindest dadurch reduzieren konnte, indem Auszahlungslimits eingeführt und die Spieler durch Androhung gerichtlicher Schritte unter Druck gesetzt wurden.

Ihre Gier hatte letztlich dazu geführt, dass der Bug auffiel und Betfair halbwegs günstig aus der Sache rauskam!

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