Handball EM – Bucht Deutschland das Halbfinalticket?

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Bankroll Start: 5.000,- Euro, aktuell: 4.754,- Euro

Ungarn trennte sich nur mit 29:29 von der Schweiz, und da in den letzten 20 Minuten in der 2. Liga alles schief lief, rutschte die Bankroll wieder ins Minus. In der 70. Minute stand es 2:0 für Darmstadt, danach gab es reichlich Gelegenheiten, um zumindest ein drittes Tor zu erzielen. Kiel führte zeitgleich mit 0:2 in Bielefeld, und bei der Quote von 3,45 sah alles rosig aus. Doch eine dumme rote Karte warf die Kieler aus der Bahn, und am Ende erzielte Bielefeld auch verdient das 2:2.

Bei der EM in Handball kann Deutschland mit einem Sieg heute gegen Gastgeber Dänemark das Halbfinalticket buchen. Mit 6 Punkte führt die deutsche Mannschaft die Gruppe an, vor Frankreich und Dänemark, beide warten in den letzten beiden Spielen auf Deutschland. Ein Sieg in einen der beiden Spielen wird, um das erhoffte Ziel Halbfinale zu erreichen.

20:30 Uhr Dänemark – Deutschland

Mein Tipp: Dänemark – 3,5 Tore Quote 1.90 für 354,- Euro

Ich lege mich bereits fest: Deutschland kommt nicht ins Halbfinale. Dafür ist Dänemark und auch Frankreich zu stark. Die besten Chancen sehe ich im letzten Spiel gegen Frankreich. Deutschland wird am Ende 5. werden. Zwar stellt Deutschland bislang mit Andreas Wolff den besten Torwart des Turniers, mit 57 Paraden bei 35 % gehaltenen Bällen, aber der Hexer wird seine Mannschaft nicht immer retten können, so wie es etwa gegen Portugal oder Norwegen der Fall war.

Beim 30:28 gegen Norwegen hielt Wolff den Sieg fest – mit ganzen zwölf Paraden mehr als sein Gegenüber Bergerud. Nur deshalb hat Deutschland dieses Spiel gewonnen. Heute steht ihm jedoch der aktuell beste Torwart der Welt gegenüber: Emil Nielsen. Auch er zeigte starke Leistungen mit 47 Paraden bei 32 %. Allerdings bekam Emil 25 Würfe weniger auf sein Tor und hatte zudem weniger Spielanteile, da Kevin Møller ebenfalls stark hielt und bei 40 % liegt. Dieses Torwartduell wird heute eine entscheidende Rolle für den Ausgang des Spiels spielen.

Spieler für Spieler ist Deutschland schwächer besetzt als Dänemark. Lediglich die deutsche Abwehr bewegt sich auf dänischem Niveau. Das größte Problem im deutschen Spiel ist derzeit Juri Knorr, der eigentlich der Denker und Lenker sein sollte. Er macht jedoch zu viele Fehler und will zu viel, was zu schlechten Entscheidungen führt. Mit nur 47 % verwandelten Würfen liegt der Rückraumspieler nicht einmal in der Top 100 – und das ist ein echtes Problem. Das Spiel läuft oft besser und flüssiger, wenn er nicht auf dem Platz steht.

Mit Grgić, Lichtlein und Schluroff stehen Alternativen bereit, die ihn ersetzen können. Grgić zeigte sein Potenzial gegen Norwegen mit sieben Toren bei neun Würfen. Mit einer Wurfgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h verfügt er gemeinsam mit Schluroff, der sogar unfassbare 135 km/h erreicht, über einen der härtesten Würfe im gesamten Turnier. Die beiden im Zusammenspiel mit Johannes Golla und Renars Uščins, der wieder zu seiner Form gefunden hat, gilt es für Dänemark in den Griff zu bekommen. Gelingt dies einigermaßen, wird Dänemark das Spiel über sein Tempospiel gewinnen.

Mit Gidsel und Pytlick verfügt Dänemark über die beiden besten Rückraumspieler des Turniers, was Tore und Assists betrifft – rechnet man die Siebenmeter heraus. Diese beiden wird Deutschland kaum eindämmen können. Dänemark hat die letzten beiden Spiele gegen Deutschland mit zehn bzw. dreizehn Toren Unterschied gewonnen.

Deutschland hat zwar einen Schritt nach vorne gemacht und wird vermutlich nicht so deutlich verlieren, dennoch glaube ich weiterhin an einen Sieg für Dänemark mit fünf bis sieben Toren Unterschied. Andernfalls müsste Wolff erneut außerirdisch halten.

Die Quoten beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels und können abweichen. Die Hochgepokert Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Quoten Angaben.

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