Tennis WTA Doha Top-Chance – Setzt sich der Abwehrtrend bei Haddad Maia fort?

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Beatriz Hadda Maia

Bankroll Start: 5.000,- Euro, aktuell: 5.888,88 Euro

Sorana Cîrstea ließ gegen Emma Raducanu nichts anbrennen, als die Rumänin den Titel in Cluj-Napoca mit einem 6:0- und 6:2-Sieg holte.

Ich bleibe heute beim Tennis, wo es zuletzt gut läuft. In dieser Woche findet das nächste große Turnier der Frauen auf der WTA Tour in Doha statt. Bis auf die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka und Jessica Pegula (Nr. 4) sind alle Topspielerinnen am Start.

16:30 Uhr Janice Tjen – Beatriz Haddad Maia

Mein Tipp: Janice Tjen Quote 1.96 für 1.088.88 Euro

Janice Tjen hatte 2025 ein nahezu perfektes Jahr. Die 23-Jährige verbesserte sich mit acht Turniersiegen und einer Bilanz von 72:14 Siege (alle auf Hartplatz) bis auf Platz 42 der Weltrangliste. 2026 ist sie allerdings nicht ganz so gut gestartet und steht bislang bei 2:4 Siegen. Allerdings hatte die laufstarke Indonesierin auch viel Pech mit den Auslosungen und traf früh auf Spielerinnen aus der Top 30. Immerhin konnte sie dabei aber auch zwei Top-30-Spielerinnen schlagen: Fernandez (Nr. 27) und Joint (Nr. 30).

Für ihre Größe schlägt sie relativ hart auf und produziert auch eine ordentliche Anzahl an Assen. Allerdings unterlaufen ihr noch zu viele Doppelfehler. Genau hier liegt ihr größtes Steigerungspotenzial: Wenn sie mehr Konstanz in den Aufschlag bekommt, wird ihr Spiel deutlich stabiler. Spielerisch bringt sie sehr viele Bälle zurück und wird Haddad Maia heute zu zahlreichen Fehlern zwingen. Das dürfte am Ende auch spielentscheidend sein – vorausgesetzt, sie bleibt bei weniger als sechs bis sieben Doppelfehler.

Die mittlerweile 29-jährige Brasilianerin Beatriz Haddad Maia ist zwar eine meiner Lieblingsspielerinnen, befindet sich aber seit längerem völlig außer Form. Ein Grund hierfür waren einige gesundheitliche Probleme mit denen sie im letzten Jahr zu kämpfen hatte. Die Linkshänderin war 2023 noch die Nummer 11 der Weltrangliste, doch besonders 2025 ging es mit nur 16:26 Siege, davon 8:15 auf Hartplatz, deutlich bergab. Auch 2026 ist sie mit einer 1:4-Bilanz schwach gestartet.

Der einzige Sieg kam in der Qualifikation gegen eine einheimische Spielerin, die kaum Gegenwehr leisten konnte und mit 0:6, 0:6 unterlag. In der zweiten Qualifikation-Runde verlor Haddad Maia anschließend gegen Zacharova mit 4:6, 4:6, rückte aber aufgrund von Verletzungen als Lucky Loser doch noch ins Hauptfeld nach. Ihr großes Problem in den letzten 14 bis 16 Monaten ist eine extrem hohe Fehlerquote. Zwar schlägt sie hart und erzielt auch einige Winner, doch die Vielzahl an unerzwungenen Fehlern zerstört regelmäßig ihr Spiel. Hinzu kommen auffällige Leistungseinbrüche während der Matches.

Aus diesen Gründen gehe ich in diesem Spiel mit Janice Tjen, bei der ich ein hohes Value sehe. Meiner Einschätzung nach – und angesichts des geringen Selbstvertrauens, mit dem Haddad Maia in diese Partie geht – ist das Match falsch bewertet worden. Die hohe Quote von nur 52:48 Prozent Siegeschance spiegelt die tatsächlichen Kräfteverhältnisse nicht wider. In meinen Augen ist die Siegeschance bei Tjen bei mindestens 60 % und eher auch 65 %. Deswegen sehe ich auch das Spiel als eine Top-Chance.

Die Quoten beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels und können abweichen. Die Hochgepokert Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Quoten Angaben.

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