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"Goran" ist seit 2012 als Redakteur im Bereich Sportwetten auf Hochgepokert.com tätig. Neben den Wetten hat er auch im Pokeruniversum Spuren hinterlassen und war jahrelang als rechte Hand des Pokerchefs in einer großen Spielbank und als Multitable-Grinder- gefühlt rund um die Uhr im Einsatz. Das wahre Steckenpferd sind aber seine Sportwetten. In einer Zocker-Famile groß geworden, war er schon als kleiner Butschi mittendrin im Zockerfieber. Seite an Seite mit seinem Opa hat er - als es noch keine Wettbüros in Deutschland gab - seine ersten Wetten via Telefon bei Buchmachern in England platziert. - Das Spieler-Gen wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Mit Leidenschaft und Wissen begeistert er die HGP-Community somit seit über 13 Jahren.
Nach spannenden und nervenaufreibenden Halbfinalpartien stehen nun die europäischen Finalisten der vier WM-Play-offs fest. Doch welche Teams werden sich am Ende für das Turnier im Sommer qualifizieren und morgen die letzten WM-Tickets lösen?
In Europa setzte sich Italien gegen Nordirland durch, die Türkei bezwang Rumänien, Polen drehte einen Rückstand und gewann gegen Albanien, während Dänemark souverän Nordmazedonien besiegte. Kosovo triumphierte in der Slowakei, Schweden setzte sich gegen die Ukraine durch, und sowohl Tschechien als auch Bosnien-Herzegowina entschieden ihre Duelle gegen Irland bzw. Wales im Elfmeterschießen für sich.
Damit stehen am Dienstag und Mittwoch dieser Woche einige hochspannende Begegnungen an, in denen das endgültige Teilnehmerfeld für die Weltmeisterschaft 2026 ermittelt wird.
Wir geben einen Überblick über die einzelnen Partien und zeigen, welche vier Nationen laut Berechnungen des Opta-Supercomputers die besten Chancen haben, sich für das Turnier in Kanada, Mexiko und den USA zu qualifizieren.
Finale:Bosnien-Herzegowina gegen Italien
Der Sieger zieht in die WM-Gruppe B ein und trifft dort auf Kanada, Katar und die Schweiz. Weg A sollte eigentlich ein rein britisches Duell zwischen Wales und Nordirland um ein Ticket für die Weltmeisterschaft 2026 bringen – doch Bosnien-Herzegowina und Italien machten diesen Plan zunichte.
In Cardiff sah es lange so aus, als würden die Bosnier ausscheiden, nachdem Dan James Wales mit einem sehenswerten Treffer in Führung gebracht hatte. Doch nur vier Minuten vor dem Ende köpfte Routinier Edin Džeko nach einer Ecke den Ausgleich. Im anschließenden Elfmeterschießen setzten sich die Gäste schließlich mit 4:2 durch.
Džeko präsentiert sich aktuell in starker Form: In seinen letzten sieben Pflichtspielen für Bosnien-Herzegowina erzielte er sechs Treffer – nur einen weniger als in seinen 25 Länderspielen zuvor. Nach vielen Jahren im Vereinsfußball in Italien ist sein Ziel nun klar: die „Azzurri“ in den Play-offs aus dem WM-Rennen zu werfen.
Italien hingegen ist bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften jeweils in den Play-offs gescheitert. Nach dem überzeugenden Sieg gegen Nordirland in Zenica wollen sie nun im dritten Anlauf endlich den Sprung zur Endrunde schaffen.
Sandro Tonali und Moise Kean erzielten die Treffer beim 2:0-Erfolg in Bergamo und sicherten Italien damit den Einzug ins Finale. Laut dem Opta-Supercomputer gilt die Mannschaft von Gennaro Gattuso auch dort als Favorit.
In 59,6 % der 10.000 Simulationen setzte sich Italien bereits nach 90 Minuten durch, während Bosnien-Herzegowina trotz Heimvorteils nur in 19,5 % der Fälle als Sieger hervorging. In den übrigen 20,8 % der Simulationen ging die Partie in die Verlängerung.
Finale: Schweden vs Polen
Der Sieger trifft in Gruppe F der Weltmeisterschaft auf Tunesien, die Niederlande und Japan.
Schweden blickt auf eine enttäuschende WM-Qualifikation zurück: Mit vier Niederlagen und zwei Unentschieden blieb das Team sieglos und belegte den letzten Platz in Gruppe B. Dank starker Auftritte in der Nations League erreichten die Skandinavier jedoch die Play-offs, wo sie am Mittwoch mit einem 3:1-Erfolg gegen die Ukraine wieder zu alter Stärke fanden.
Matchwinner war Viktor Gyökeres, der mit einem Hattrick maßgeblich zum Einzug ins Finale gegen Polen beitrug. Sollte Schweden auch dort bestehen, könnte die Mannschaft bei der WM durchaus für Furore sorgen – nicht zuletzt, weil mit Dejan Kulusevski und Alexander Isak zwei wichtige Premier-League-Spieler nach Verletzungen zurückkehren dürften.
Mit Polen wartet allerdings ein harter Gegner. Angeführt wird das Team weiterhin von Torjäger Robert Lewandowski, der beim 2:1-Sieg gegen Albanien den Ausgleich erzielte. Der Angreifer des FC Barcelona war zuletzt in bestechender Form und kommt in seinen vergangenen fünf WM-Qualifikationsspielen auf sechs direkte Torbeteiligungen (vier Treffer, zwei Assists).
Die Frage ist also: Wird Gyökeres oder Lewandowski bei der WM vertreten sein? Laut Opta-Supercomputer hat Schweden die etwas besseren Karten – in 40,9 % der Simulationen setzten sie sich durch, während Polen auf 32,4 % kam.
Bemerkenswert ist zudem die relativ hohe Wahrscheinlichkeit einerVerlängerung: In 26,7 % der Fälle stand es nach regulärer Spielzeit unentschieden.
Finale: Kosovo vs Türkei
Der Sieger wird in Gruppe D der Weltmeisterschaft mit Australien, den Vereinigten Staaten und Paraguay einziehen.
Das vermutlich spektakulärste Play-off-Halbfinale wurde in der Slowakei ausgetragen, wo sich Kosovo am Mittwoch in einem packenden Torfestival mit 4:3 durchsetzte.
Die Mannschaft von Franco Foda sorgte damit für eine Überraschung, denn der Opta-Supercomputer hatte ihnen vor der Partie lediglich eine Siegchance von 22,5 % innerhalb der regulären Spielzeit eingeräumt. Mit ihrer Effizienz vor dem Tor sicherten sie sich jedoch den Einzug ins Finale von Pfad C.
Am Dienstag trifft Kosovo auf die Türkei, die sich ihren Finaleinzug mit einem hart erkämpften Sieg gegen Rumänien sicherte. Ein Treffer von Brightons Ferdi Kadıoğlu genügte dabei zum 1:0-Erfolg – und auch im Endspiel sieht der Opta-Supercomputer die Türkei erneut im Vorteil.
In 48,8 % der Simulationen setzten sich die Türken bereits nach 90 Minuten durch, während Kosovo in 27,2 % der Fälle als Sieger hervorging – immerhin eine deutlich höhere Quote als noch im Halbfinale.
In den übrigen 23,9 % der Simulationen ging die Partie in die Verlängerung.
Finale: Tschechien vs Dänemark
Der Sieger wird in Gruppe A der Weltmeisterschaft mit Mexiko, Südafrika und Südkorea einziehen.
Nachdem Matej Kovár am Mittwoch in Prag mit einem Eigentor für eine 2:0-Führung der Republik Irland gesorgt hatte, schien eine WM-Teilnahme Tschechiens für viele bereits außer Reichweite.
Doch dank eines Elfmeters von Patrik Schick und des Ausgleichstreffers von Ladislav Krejčí retteten sich die Tschechen ins Elfmeterschießen. Dort behielten sie mit 4:3 die Oberhand und sicherten sich den Einzug ins Finale.
Dänemark hingegen hatte deutlich weniger Mühe und besiegte Nordmazedonien in Kopenhagen klar mit 4:0. Mikkel Damsgaard erzielte die Führung, bevor Gustav Isaksen kurz vor der 60. Minute mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten alles klar machte. Christian Nørgaard setzte mit dem vierten Treffer den Schlusspunkt, sodass das Team von Brian Riemer souverän ins Finale des Pfades D einzog.
Laut Berechnungen des Opta-Supercomputers geht Dänemark als Favorit in die Partie und entschied 42,1 % der Simulationen nach regulärer Spielzeit für sich. Dennoch konnte sich Tschechien in beachtlichen 32,5 % der Durchläufe durchsetzen, was auf ein durchaus ausgeglichenes Duell hindeutet. In 25,5 % der Fälle kam es sogar zu einer Verlängerung – es spricht also vieles für einen spannenden und möglicherweise langen Abend in Prag.