WSOPE #12 – Ogoltsov wird European Circuit Champion, Peukert & Kessler am Final Table!

WSOPE 2026 Event 12 European Circuit Championship - Nikolai Ogoltsov
Nikolai Ogoltsov (CZE)

Am Samstag wurde bei der World Series of Poker Europe (WSOPE) 2026 im King’s Casino Prag unter den letzten 16 von insgesamt 2.628 Entrys der Titel desn European Circuit Champions und damit das WSOPE Bracelet #12 im Hilton Prague Atrium vergeben. Mit sicheren €19.500 aus dem €3.547.800 Preispool hatten es die Spieler an den finalen zwei Tischen nicht nur auf den Eingang in die WSOP-Annalen, sondern auch auf dei €455.000 Siegprämie abgesehen. Beste Chance darauf hatten auch noch 3 Deutsche.

WSOPE Event #12: €1.500 European Circuit Championship – Tag 3

Als Chipleader war der Japaner Daisuke Ogita aus Tag 2 des 3-Day-Events hervorgegangen, gefolgt vom bekanntesten der verbleibenden Finalteilnehmer, Tobias peters aus den Niederlanden. Hinter de zweifachen WSOP-Braceletbesitzer lag sein Landsmann Pascal Vos. Mit Marcel Kessler und Stefan Peukert gingen zwei Deutsche als Mid-Stacks in den Finaltag, während ihr Landsmann Alessandro Laubinger als 14. der 16 im Chipcount ein paar gute Spots für ein Comeback brauchte.

Zu dem Comeback kam es allerdings nicht. Leider war es Laubinger, der als 16. seinen Platz am Samstag als erster im European Circuit Championship räumen musste. Das war gleichbedeutend mit einem Zahltag in Höhe von €19.500 für den Deutschen. Einen im Verhältnis gesehenen weitaus schlechteren Tag erwischte der Tag-2-Chipleader Daisuke Ogita, der zur Überraschung aller das zweite Bustout des Finaltags wurde und „nur“ €25.000 cashen konnte.

Von ihrem Kurs auf den Finaltisch ließen sich die beiden verbleibenden Deutschen Marcel Kessler und Stefan Peukert nicht abbringen. Nach dem Aus von Daan Mulders (NED) als FT-Bubble-Boy (10., €32.244) durften die beiden Spieler aus dem D-A-CH-L am letzten Tisch Platz nehmen. Den verließ der Italiener Mario Colavita (9., €40.000) als erster. Danach war es dann Marcel Kessler, der als 8. der 2.628 Starter €53.000 entgegennehmen durfte. Die Hoffnungen auf ein weiteres WSOPE-Bracelet war kurz darauf dann allerdings beendet. Ihm folgte als Siebter sein Landsmann Stefan Peukert an die Rails. Die starke Performance über 3 Tage wurde mit €65.000 Payout belohnt.

Auf das Ausscheiden der Deutschen folgte das vom Griechen Lampros Vlachos (6., €85.000) und das des Italieners Mikel Calo (5., €115.000). Damit stand fest, dass das 12. Armband der WSOPE Prag nach Tschechien oder in die Niederlande gehen sollte, beide Statten waren noch doppelt vertreten. Auf Rang 4 war es Turnierfavorit Tobias Peters, der die Jagd auf sein drittes Bracelet zwar ohne weiteren Armschmuck, dafür allerdings mit €155.000 Payout beenden musste. Sein Landsmann, Freund und Paddel-Partner Pascal Vos folgte ihm wenig später auf Rang 3 an die Rails. Das bedeutete weitere €210.000 für die niederländische Paddel-Paarung.

Somit kam es zu einem tschechischen Heads-Up, das Michael Sklenicka als zweiter Sieger beenden sollte. €290.00 Runner-Up-Prämie sollten für ihn als Trostpflaster für das knapp verpasste Bracelet dienen. Das ging nach 3 Spieltagen an seinen Landsmann Nikolai Ogoltsov. Der Tscheche gewann damit nicht nur sein erstes WSOP-Armband sondern auch die Top-Prämie von €455.000!

Die Payouts an Tag 3 (1-16):

PlacePlayerCountryPrize (EUR)
1Nikolai OgoltsovCZE455,000
2Michael SklenickaCZE290,000
3Pascal VosNED210,000
4Tobias PetersNED155,000
5Mikel CaloITA115,000
6Lampros VlachosGRE85,000
7Stefan PeukertGER65,000
8Marcel KesslerGER53,000
9Mario ColavitaITA40,000
10Daan MuldersNED32,244
11Marton CzuczorHUN32,244
12Yohan RascarFRA25,000
13Keshu PengHKG25,000
14Garry GurevichUSA25,000
15Daisuke OgitaJPN25,000
16Alessandro LaubingerGER19,500

Zu den kompletten Payouts (1-396) geht es hier!

Die volle Schedule auf der King’s-Webseite gibt es hier!

QuelleWSOP Europe
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Jan Schwarz

Jan Schwarz hat in Bamberg, Hannover und an der DJH in Aarhus (DK) Journalistik studiert. Er schreibt seit drei Jahrzehnten für Tageszeitungen, Sportmagazine und Sportagenturen. Vor allem seine Recherchearbeit zeichnet ihn aus. Seit 2006 war er für fast alle gängigen Pokermedien im Einsatz, u. a. als Chefredakteur von „donkmag“ und „Pokerblatt“. Am Pokertisch war und ist er rund um den Globus an den Turniertischen zu finden. Im WSOPE Main Event 2008 in London war er als 42. bester deutschsprachiger Teilnehmer. – Neben Poker verfolgt der sportbegeisterte Redakteur vor allem Motorsport, Radsport, Tennis und Politik. Außerdem ist er im Bereich Trading Cards und Collectibles ein wandelnder Almanach.