
Dass sich Pokerspieler untereinander Staken, oder je nach Liquidität dort Beträge plattformübergreifend tauschen oder sich ganz einfach für die nächste Investition am Pokertisch oder abseits davon, oder eben die todsichere Wette Geld leihen ist an der Tagesordnung. Dass es das nicht immer fristgerecht oder im schlimmsten Fall gar nicht zurückgibt, hat wohl jeder im Pokerbusiness schon erlebt. Vor zwei Tagen war Dylan Linde an die Öffentlichkeit gegangen, weil ihm noch $23.000 aus einem Backing-Deal geschuldet wurden. Kein zu verachtender Betrag, doch wenn der Schuldner David Peters mit nahezu $50 Millionen an getrackten Tournament Winnings heißt, sollte dieser das Geld doch aus der Portokasse bezahlen können!?
Was war passiert?
Dylan Linde, einer der Top-Turnierspieler im Poker Zirkus, kann auf 3 WSOP Bracelet-Gewinne und einen WPT Titel zurückblicken. Der Mixed Game Coach hat in seiner Laufbahn über $15 Millionen an Turniergewinnen verbuchen können. Er ist außerdem regelmäßig zu Gast und auch erfolgreich bei der Triton Super High Roller Series, wo er 21-mal im Geld landete, dabei 8-mal am Final Table. Allerdings war trotz $3.504.000 Winnings bei Triton Series Events ein Turniersieg dort noch nicht hold. In den Super High Roller Events hält selten ein Pro 100% an sich und so verkaufte auch Linde Anteile von sich, u.a. an seine High Roller Kollegen. Auch David Peters kaufte nominell für $50.000 Anteile an ihm, wollte ihm das Geld dafür bei der nächsten Gelegenheit geben, bei der die beiden sich sahen, da er bei der Triton SHRS so gerollt war, dass er es für die eigenen Starts brauchte. Unter Spielern nichts Unübliches und in der Regel auch kein Problem.
Jedoch tauchte Peters weder wie versprochen bei den Pokermasters, noch bei der NAPT auf und auch über die ausgetauschten Bankdaten kam kein Geld bei Linde an. Immer wieder wurden neue Zahlungsfristen ausgemacht und zweimal überwies Peters Teilzahlungen von etwas über $12k und einmal $15k – ehe er Linde eingestand, dass er die letzten $23k nicht aufbringen könne. – Wie es dazu kam und wie das Ganze aus der Sicht von David Peters gelaufen ist, könnt ihr euch in den jüngsten Twitterbeiträgen der beiden im Original ansehen:
Dylan Linde geht an die Öffentlichkeit

Das sagt David Peters jetzt:

Ehrlicher Post erhält Unterstützung aus der Poker Community
In seiner „Antwort“ auf die ihm vorgeworfenen Verfehlung gibt sich Peters sehr selbstkritisch, gesteht Verfehlungen in seinen Entscheidungen und seiner Kommunikation ein und entschuldigt sich bei Linde. Ihn öffentlich anzuschwärzen, sei Linde bestimmt nicht leicht gefallen, räumt Peters ein. Peters behauptet nicht, dass die erhobenen Vorwürfe oder wiedergegebenen Geschehnisse falsch gewesen wären, nur bei der letzten Teilzahlung am 1. April hätte es ein Missverständnis gegeben. Peters hätte eingeräumt, den Restbetrag dort nicht zahlen zu können, aber nicht damit gemeint ihn gar nicht zurückzahlen zu werden. Der Post endet mit den Worten, dass er sich jetzt darauf konzentrieren werde Dinge richtig zu stellen und auch versuchen wird, das Vertrauen der Community wiederzuerlangen.
Dieses öffentliche „Hose-runterlassen“ wussten seine Pokerkollegen zu schätzen und bestärkten ihn, wie z.B. Eric Froehlich oder Garrett Adelstein:









