
Am 15. und damit vorletzten Tag der Triton SHRS Montenegro powered by CoinPoker drückte die D-A-CH-L Community dem Mega-Chipleader im $100k PLO Main Event (#15), Manuel Stojanovic aus Österreich, fest die Daumen zum Trident Trophy Gewinn. Doch am Ende kam es im Maestral Resort & Casino ganz anders, und trotzdem konnte die deutschsprachige Fanbase jubeln. Der Grund dafür lag im parallel ausgespielten $50k PLO Mystery Bounty Event (#16), in dem ebenfalls noch 2 Österreicher im Titelrennen lagen. Und außerdem wurde noch das $75 PLO 6-Handed (#17) gestartet.

Event #15: $100k PLO Main Event – Day 3

Als Mega-Chipleader mit 63 BBs war Manuel Stajanovic ins Finale der besten 6 gegangen. Das bedeutete, dass er über 40% aller im Spiel befindlichen Chips vor sich stehen und damit gute Chancen auf die $2.018.000 Siegprämie hatte. Letzter im Chipcount mit lediglich 11 BBs war der Kanadier Daniel Dvoress.
Während in den letzten Leveln von Tag 2 niemand mehr aus dem Sextett ausgeschieden war, dauerte es an Tag 3 nur 3 Hände bis die Omaha-Ikonen Laszlo Bujtas und Martin Dam auf dem Flop all-in waren, der Dam das Mid-Set und Bujtas Two Pair gegeben hatte. Turn und River änderten nichts an diesen Kräfteverhältnissen und so bustete Laszlo „Omaha4Rollz“ Bujtas auf Rang 6 ($456.000).

Als nächster musste der zweifache Champ der aktuellen Triton SHRS Montenegro, Mika Watson aus Kanada, an die Rails. Zunächst doppelte er seinen Landsmann Daniel Dvoress auf, und dann war er praktisch gegen die preflop 3-Bet von Manuel Stojanovic all-in. Während Watson mit single-suited Pocket Assen nicht schlecht aufgestellt war, musste Stojanovic noch treffen, was er auf dem Flop dann auch direkt zweimal tat. Turn und River bescherten dagegen keinem der beiden weitere Treffer, so dass Watson auf Rang 5 ($585.000) eines der vielen Opfer des Österreichers wurde.

Nachdem Dvoress einen essentiellen Pot gegen Stojanovic gewonnen und der Österreicher anschließend Shortstack Patrik Antonius verdoppelt hatte, setzte sich in der bis hierher größten Hand des Turnieres der Negativtrend von Stojanovic fort. Gegen den dänischen Omaha-Spezialisten Martin Dam floppte Stojanovic nach einem preflop Limp-Call den Wrap, während Dam mit Overpair, einem besseren Gutshot und dem 2nd Nut Flush Draw quasi die Welt gefloppt hatte. Alle Chips gingen hier in die Mitte. Der Turn verbesserte Stojanovic‘ Hand zwar zur Straight, gab Dam jedoch auch den Flush. Der River sollte daran nichts ändern und damit Dam (53 BBs) vor Dvoress (46 BBs) zum neuen Chipleader machen, während Stojanovic lediglich noch 16 BBs hielt und knapp vor Antonius (11 Bbs) lag.
Der finnische Dauerbrenner hatte im PLO Main Event bereits seinen 5. Finaltisch der aktuellen SHRS Montenegro erreicht und mit Rang 4 auch sein bestes Resultat. Dabei sollte es auch bleiben als er gegen Daniel Dvoress zwar das Top Pair Kings plus einen Backdoor-Flush-Draw floppte, während sein Gegenüber Pocket Kings für das Top Set umdrehen konnte. Das Set hielt und schickte Patrik Antonius auf Rang 4 ($726.000) an die Rails.

Trotz des immensen Chipstacks vor sich sollte es Martin „imbajimbaa“ Dam nicht ins Heads-Up schaffen. Das lag an vier nahezu aufeinanderfolgenden großen Händen, die für den Dänen allesamt verloren gingen. Einmal gingen die Chips zu Stojanovic und dreimal zu Dvoress, u.a. auch die letzten 6 BBs des Dänen. Damit musste er sich auf Rang 3 mit $927.000 zufrieden geben.

Mit jeweils sicheren $1,4 Millionen ging es für Dvoress und Stojanovic ins Heads-Up. Hier waren die Kräfteverhältnisse mit einer 47:17-BB-Führung zunächst klar zugunsten des Kanadiers geregelt. Doch mit einem mutigen Call gegen den River-Bluff von Dvoress konnte Stojanov wieder nahezu auf Augenhöhe zurückkommen. – Allerdings revanchierte sich Dvoress in einer der nächsten Hände mit einem Bluffcatch auf dem River gegen die Big Bet von Stojanov, und alles war wieder beim alten.

Innerhalb zweier großer Konfrontation war das $100k PLO Main Event dann entschieden: Zunächst reichten dem Kanadier Two Pair um bis auf 5 Big Blinds alle Chips des Österreichers zu gewinnen. Die wanderten dann auch noch zu ihm, als er Stojanovic nach dem Preflop-All-In mit einem Flush ausdrawen konnte. Damit wurde Manuel Stojanovic Runner-Up des Omaha-Main-Events und konnte mit $1.402.000 den größten Cash seiner Karriere feiern.

Zum wiederholten Male konnte Daniel Dvoress im Maestral Resort innerhalb weniger Tage feiern. Das PLO Main Event war hier bereits sein zweiter Sieg. Seine Achterbahnfahrt vom Shortstack des Finaltages hin zum Champion wurde mit der $2.018.000 Siegprämie, dem ikonischen Dreizack-Pokal und auch etwas Nettem fürs Handgelenk von Jacob & Co belohnt.



Event #16: $50k PLO Mystery Bounty – Day 2
In das $50k PLO Mystery Bounty Event waren an Tag 2 noch 12 der 47 (22+25) Entrys zurückgekehrt, darunter mit Klemens Roiter und Matthias Eibinger auch zwei österreichische MTT-Crusher. Mit aktivierten Mystery Bountys im Wert von bis zu $250.000 war extreme Action vorprogrammiert. Die Bustouts ließen nicht lang auf sich warten und auch 4-Way-All-Ins, u.a. in der allerersten Hand des Tages, waren keine Seltenheit.

Eines der frühen Opfer von Multi-Way-All-Ins war auch Klemens Roiter, der in derselben Hand mit Stephen Chidwick von Cesar Garcia aus dem Turnier genommen wurde. Das sollten nicht die einzigen Bustouts gewesen sein, für die der Spanier verantwortlich war. Mit weiteren Kerben im Tisch ging er schließlich als Mega-Chipleader an den 6-handed Final Table.

| Pos (CC) | Player | Chips (BBs) |
| 1 | Cesar Garcia | 3,680,000 (123 BBs) |
| 2 | Matthias Eibinger | 1,,840,000 (61 BBs) |
| 3 | Joao Simao | 1,490,000 (50 BBs) |
| 4 | Ben Tollerene | 1,165,000 (39 BBs) |
| 5 | Lautaro Guerra | 675,000 (23 BBs) |
| 6 | Punnat Punsri | 555,000 (19 BBs) |
Auch der Finaltisch sollte nichts von der ständigen Eskalation missen. In einer der ersten Hände ging es mit nicht gerade wenigen 27 BBs für Ben Tollerene preflop all-in, nur um sich in einem 3-Way-Pot mit Matthias Eibinger und Cesar Garcia wiederzufinden. Mit der stärksten Starthand hatte Eibinger den besten Anfang und auch das beste in dieser Hand für sich – und neben den Chips und der Bounty Prämie von Tollerene zusätzlich noch den halben Stack vom ehemaligen Chipleader Garcia on top. Für Ben Tollerene war Rang 6 gleichbedeutend mit $75.000 Payout.

Dass Eibinger ein Händchen für die bessere Starthandwahl hatte, zeigte sich auch im unausweichlichen Setup, in dem er mit Pocket Assen Lautaro Guerra mit Pocket Königen auf Rang 5 aus dem Turnier werfen konnte. Guerra, der schon früh sehr short war, belohnte seinen Kampf vor bis auf Rang 5 mit $96.000 Payout aus dem Regulären Preispool.

Auch für die Eliminierung von Punnat Punsri auf Rang 4 war Matthias Eibinger verantwortlich. Gegen die Pocket Asse des Inders ließ der Österreicher diesmal allerdings nicht die bessere Starthand, sondern die Chips sprechen. Die erlaubten ihm auf Bountyjagd zu gehen und Trips 8en zu treffen. Für Punsri bedeutet Rang 4 am Ende $124.000 Preisgeld.

Mit fast zwei Drittel aller Chips ging es für Eibinger ins 3-Handed-Play gegen Cesar Garcia und Shortstack Joao Simao. Doch der Brasilianer sollte gleich zweimal verdoppeln und damit sogar den Chiplead von Eibinger übernehmen können. Allerdings nahm daraufhin das Chaos seinen Lauf, als alle Drei preflop all-in bzw. committed waren. Auf dem Flop gingen die letzten Chips in die Mitte. Während Chipleader Simao ein Overpair Damen hielt, hatte Eibinger einen Flush Draw gefloppt, Garcia hatte Mid-Set getroffen. Der Turn brachte Matthias Eibinger den Flush, der auch bis zum River hielt. Damit wurde der als Mega-Chipleader in den Finaltisch gestartete Cesar Garcia für $164.000 und 4 Bountys Dritter.

Als Gewinner des 3-Way-All-Ins hatte Eibinger nicht nur eine weitere Bounty-Prämie sondern auch einen 164:13-Runaway Chiplead ergattert. Den sollte er auch ins Ziel bringen und mit einem getroffenen Flush Joao Simao zum Runner-Up und neuem Besitzer von $255.000 machen.

Für Eibinger bedeutete der Sieg nicht nur $353.000 aus dem Regulären Preispool, sondern auch Bountyprämien in Höhe von weiteren $700.000 (darunter die $250k-Top-Mystery-Bounty). Neben diesem siebenstelligen Zahltag konnte der Österreicher gleich zwei weitere Meilensteine erreichen. Zum einen ist er als NL-Hold’em-Spieler spätestens jetzt mit inzwischen 3 Triton Poker PLO-Titeln im Kreise der Omaha-Weltelite angekommen. Laut eigener Aussage führt er das auf über 1 Million All-In-or-Fold (AoF) PLO-Hände zurück, die er während der Corona-Pandemie online gespielt hat. Zum anderen ist Matthias Eibinger mit seinem 7. Triton Poker Series Titel auf Rang 2 der ewigen Triton Poker Rangliste vorgerückt. Zum Spitzenreiter Jason Koon, der 12 Trident Trophies besitzt, ist zwar noch ein wenig Luft, aber dafür gibt es ja auch noch genug (PLO-)Turniere bei Triton Events für Eibinger, um auch diesen Punkt auf der illustren Bucket List des Pokercode-Kopfes noch abzuhaken.


Die ewige Triton Poker Series Rangliste (nach Titeln):

Event #17: $75k PLO 6-Handed
Im Event 17, dem $75k PLO 6-Handed wurde an Tag 1 von 50 auf 16 Teilnehmer heruntergespielt. Darunter macht sich auch Manuel Stojanovic Hoffnungen auf einen weiteren Deeprun. Der österreichische PLO-Überflieger schloss den Tag mit 33 BBs als 10. im Chipcount ab.
An der Spitze des Tableaus übernachtete Richard Gryko. Der Brite brachte es auf imposante 126 BBs und kann damit auf einen beruhigenden Abstand zu seinem nächsten Verfolger, Cesar Garcia mit 81 BBs, blicken.


Live-Updates vom Event wird es wieder in der TritonPokerPlus-App und im Stream geben.
Season 5 Ivan Leow Player-of-the-Year Ranking (Stand: 27.05.2026)

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