
Wie PokerNews berichtet, steht ein ehemaliger Poker-Dealer in Kalifornien unter dem Verdacht, einen Waldbrand ausgelöst zu haben. Das sogenannte Sorrento Fire zerstörte rund 138 Acres Land (55,85 Hektar), bedrohte Wohngebiete und führte zu Evakuierungen. Inzwischen hat der Beschuldigte auf nicht schuldig plädiert.
55,85 Hektar verbrannt – Verdächtiger festgenommen
Am Sonntagnachmittag, dem 16. August, brach nahe Sorrento Valley im Raum San Diego ein Feuer aus. Die Flammen breiteten sich im Gebiet des Los Peñasquitos Canyon Preserve rasch aus. Innerhalb weniger Stunden standen mehr als 130 Acres Land in Flammen. Am Ende wurde die verbrannte Fläche mit rund 55,85 Hektar angegeben.
Feuerwehr und Polizei mussten zahlreiche Einsatzkräfte mobilisieren. Rund 160 Feuerwehrleute sowie Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz. Die Feuerwehr konnte die Ausbreitung nach etwa fünfeinhalb Stunden stoppen. Verletzte oder größere Gebäudeschäden wurden nicht gemeldet.
Parallel wurden Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet. Eine Evakuierungsanordnung für ein betroffenes Gebiet blieb zunächst bestehen, während weitere Warnungen im Laufe des Sonntags wieder aufgehoben werden konnten.
Kurz nach Ausbruch des Feuers geriet Brandon James Glasgo, 30, ins Visier der Ermittler. Ein Anwohner soll ihn dabei beobachtet haben, wie er aus einem bewachsenen Bereich nahe dem späteren Brandherd kam. Glasgo wurde daraufhin festgenommen und wegen des Verdachts auf Brandstiftung an Waldfläche angeklagt.
Poker-Dealer bei Jamul Casino Resort
Der Fall sorgt auch in der Pokerwelt für Aufmerksamkeit, weil Glasgo laut mehreren Berichten als Poker-Dealer im Jamul Casino Resort gearbeitet hat. Nach Angaben von PokerNews war er dort zwischen 2019 und 2020 tätig.
Die Verbindung zum Poker ist damit allerdings vor allem ein Hintergrunddetail des Falls. Glasgo war nicht während seiner Tätigkeit als Dealer in einen Vorfall im Casino verwickelt. Der Brand ereignete sich außerhalb des Casinos im Gebiet von Sorrento Valley.
Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass Glasgo das Feuer absichtlich gelegt haben könnte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er gegenüber der Polizei erklärt haben, nach einer Auseinandersetzung mit einem Fahrradfahrer auf einem Trail verärgert gewesen zu sein. Anschließend soll er einen großen Tumbleweed, also einen trockenen Busch, angezündet haben.
Bei der späteren Befragung soll Glasgo außerdem den mutmaßlichen Ausgangspunkt des Feuers auf einer Karte gezeigt haben. Dieser soll mit dem von den Ermittlern ermittelten Brandherd übereingestimmt haben.
Glasgo plädiert auf nicht schuldig
Am Mittwoch, dem 19. August, kam es zur ersten Anhörung vor Gericht. Glasgo plädierte auf nicht schuldig. Gegen ihn steht ein Felony-Vorwurf wegen Brandstiftung im Raum.
Die Kaution wurde auf $75.000 festgesetzt. Sollte Glasgo freikommen, gelten unter anderem Auflagen wie eine GPS-Überwachung und ein Verbot, Brandbeschleuniger oder ähnliche entzündliche Gegenstände zu besitzen. Bei einer Verurteilung drohen ihm nach kalifornischem Recht bis zu sechs Jahre Haft.
Damit ist der Fall juristisch noch lange nicht abgeschlossen. Der Vorwurf der Brandstiftung ist bislang nicht durch ein rechtskräftiges Urteil bestätigt.
James Woods kennt die Gefahr aus eigener Erfahrung
Der Fall erinnert gleichzeitig daran, wie präsent die Gefahr von Waldbränden in der kalifornischen Poker- und Promiwelt ist. Besonders bekannt ist das Schicksal von James Woods, der selbst professioneller Schauspieler und leidenschaftlicher Pokerspieler ist.
Woods verlor bei den verheerenden Bränden im Januar 2025 sein Haus in Pacific Palisades. Die damaligen Feuer zerstörten große Teile der Region Los Angeles und betrafen zahlreiche Anwohner. Auch Jennifer Tilly und ihr Partner Phil Laak mussten damals aus dem Commerce Casino evakuiert werden.
Im folgenden Interview spricht James Woods bei CNN über seine persönlichen Erfahrungen mit den kalifornischen Waldbränden:
Actor describes neighbor’s rescue an hour before house burned down in wildfire
Das Sorrento Fire erreichte zwar bei Weitem nicht die Dimensionen der Brände von 2025. Dennoch zeigt der Vorfall erneut, wie schnell sich ein Feuer in den trockenen Gebieten Südkaliforniens ausbreiten kann. Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr konnte diesmal verhindert werden, dass die Flammen noch größere Schäden anrichteten.









