
Das Länderübergreifende Glücksspielaufsichtssystems (LUGAS) wird laut der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Zusammenarbeit mit Dataport weiter ausgebaut. Dabei geht es nicht nur um die kontinuierliche Weiterentwicklung der Projektmethoden, sondern ab 2027 auch vermehrt um die Auswertung aus Safe-Server Daten.
Was ist LUGAS?
LUGAS ist die zentrale Datengrundlage für die Regulierung des legalen Online-Glücksspielmarktes in Deutschland. Das System verarbeitete im Jahr 2025 Daten von über 60 erlaubten Glücksspielanbietern und ca. 5 Mio. registrierten Spielenden. Es ermöglicht der GGL fundierte Einblicke in Entwicklungen des legalen Glücksspielmarktes und ist damit eine wichtige Grundlage für die GGL und die 16 Bundesländer, um regulatorische Maßnahmen zu bewerten und die Glücksspielregulierung evidenzbasiert weiterzuentwickeln.
Regulierung der Einsätze bei in Deutschland lizenzierten Glücksspielanbietern
LUGAS hat zwei Überwachungsfunktionen: Zum einen stellt sie plattformübergreifend mit der „Limitdatei“ sicher, dass das monatliche Einzahlungslimit (von zunächst insgesamt €1.000) bei allen in Deutschland lizensierten Spielanbietern (Online-Casino, Online-Sportwetten, Online-Casino, …) nicht überschritten wird.
Zum anderen ist die „Aktivitätsdatei“ dafür verantwortlich, das übermäßige Parallel-Spielen zu verhindern, z.B. im Online-Poker dafür zu sorgen, dass nicht mehr als 4 Tische geöffnt sein können, oder in verschiedenen Cash Games, Turnieren oder auch getätigten Sportwetten, der gleichzeitig im Spiel befindliche Geldbetrag das in Deutschland gesetzlich geregelte Maximum nicht überschreitet.
IT-Infrastruktur mit Dataport
Beim Aufbau und der kontinuierlichen Weiterentwicklung des länderübergreifenden Glücksspielaufsichtssystems (LUGAS) arbeitet die GGL seit Beginn des Projekts eng mit Dataport zusammen. Als zentraler IT-Dienstleister der öffentlichen Verwaltung unterstützt Dataport die Entwicklung und den Betrieb eines Systems, das bundesweit Maßstäbe für die digitale Glücksspielaufsicht setzt.

Die Auswertesysteme der Safe-Server und die Zentraldateien, den beiden zentralen Bausteinen von LUGAS, werden seit dem 1. Januar 2023 von der GGL verwaltet und von Dataport betrieben. Gemeinsam sorgen beide Partner dafür, dass die technische Infrastruktur den steigenden Anforderungen an Datenqualität, Verfügbarkeit und Sicherheit gerecht wird.
Das sagen die GGL und Dataport über die Zusammenarbeit:
„Wir treiben die Entwicklung von LUGAS kontinuierlich voran. Umso wichtiger ist es, mit Dataport einen Partner an unserer Seite zu haben, der die hohen Anforderungen an ein komplexes und sicherheitskritisches IT-System zuverlässig erfüllt“, sagt Ronald Benter, Vorstand der GGL. „Insbesondere vor dem Hintergrund sportlicher Großereignisse wie der Fußball-Weltmeisterschaft kommt einer stabilen und leistungsfähigen IT-Infrastruktur eine besondere Bedeutung zu.“
„LUGAS gehört zu den anspruchsvollsten Digitalisierungsprojekten im regulatorischen Umfeld. Gemeinsam mit der GGL entwickeln wir die Systeme kontinuierlich weiter und schaffen die Voraussetzungen für belastbare datenbasierte Entscheidungen“, erklärt Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender von Dataport.
Das ändert sich 2027
Wie bereits auf der Deutschen Glücksspielkonferenz 2025 beschlossen, sollen ab 2027 die Auswertungen stärker auf Daten aus den Safe-Servern zurückgreifen, um eine präzise, objektive und datengetriebene Evaluierung zu ermöglichen. Ziel ist ein modernes Regulierungssystem, das konsequent Spielerschutz umsetzt und zugleich einen starken legalen Markt ermöglicht.









