
- Mit 2’644 Punkten: Dinesh Alt sichert sich die Schweizer GPI-Krone und steht weltweit auf Rang 222.
- Mit Abstand: Yannick Jobin und Marco Meisser komplettieren das Schweizer Podium.
- Dritter Platz: Im DACH-Vergleich landet die Schweiz hinter Österreich und Deutschland.
Das Pokerjahr 2025 ist Geschichte, und der Global Poker Index liefert die offizielle Bilanz. Für die Schweiz steht fest: Dinesh Alt war der konstanteste Turnierspieler des Landes. Mit 2’644 Punkten thront er unangefochten an der Spitze der eidgenössischen Rangliste.
Der GPI bewertet Turnierleistungen nach einem komplexen System. Feldgrössen, Platzierungen und Turnierstrukturen fliessen in die Berechnung ein. Das erklärt, warum Alt trotz seiner Schweizer Spitzenposition weltweit «nur» auf Rang 222 landet. In der reinen Geldrangliste reichen seine Turniergewinne von 604’583 USD gerade mal für Platz 543.

Jobin und Meisser auf den Verfolgerpositionen
Mit deutlichem Abstand folgt Yannick Jobin auf dem zweiten Platz. Seine 2’125 Punkte bedeuten weltweit Rang 586. Marco Meisser komplettiert das Podium mit 1’678 Punkten und der globalen Position 1’318. Alt spielte 2025 augenscheinlich in einer ganz eigenen (Schweizer) Liga.
Dahinter wird es eng: Martin Schamaun (1’530 Punkte), Karl Erik Sandoff (1’330 Punkte) und Thomas Hofmann (1’320 Punkte) lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Plätze vier bis sechs. Kevin Röthlisberger, Yves Thalmann, Stefan Eggenberger und Yves Frenn runden die Top Ten ab. Zwischen Platz 10 und Platz 20 (Manfred Müller mit 919 Punkten) lagen weniger als 180 Punkte.
DACH-Vergleich: Österreich dominiert
Im Vergleich mit den Nachbarländern muss sich die Schweiz 2025 hinten anstellen. Österreich führt die DACH-Wertung klar an, Klemens Roiter bildete mit beeindruckenden 3’997 Punkten die Speerspitze. Der Niederösterreicher belegte damit europaweit Platz 2 und weltweit Platz 8. Auch Daniel Rezaei mit 3’978 Punkten spielte in einer Liga, die für Schweizer Spieler 2025 unerreichbar blieb.
Deutschland nimmt im DACH-Ranking den zweiten Platz ein. Christoph Vogelsang führt die deutsche Liste mit 3’289 Punkten an und kassierte dabei Preisgelder von knapp 10 Millionen USD. Leon Sturm (3’152 Punkte) und Tobias Schwecht (3’067 Punkte) folgten dicht dahinter.

Mit Blick auf die absoluten Zahlen wird die Differenz deutlich: Der beste Schweizer liegt mehr als 1’300 Punkte hinter dem besten Deutschen und über 1’350 Punkte hinter dem österreichischen Spitzenreiter.
Die Schweizer Pokerlandschaft zeigt dennoch Potenzial. Mit 20 Spielern in den weltweiten Top 5’109 ist die Eidgenossenschaft international sichtbar vertreten. Für 2026 dürfte spannend werden, ob jemand aus dem Verfolgerfeld zu Alt aufschliessen kann oder ob der amtierende Schweizer Meister seine Dominanz fortsetzt.







